Jetzt bereits dem Winterblues vorbeugen
Die Blätter fallen, der Herbst ist da. Dieses Jahr gefühlt schon ein wenig früher, zumindest was die Färbung der Blätter angeht. Aufgrund der Trockenheit in diesem Sommer haben viele Bäume bereits früher begonnen,bLaub abzuwerfen. Nicht wenige von uns denken daher bereits an die dunkle Jahreszeit und werden ein wenig melancholisch. Manche sprechen sogar von einer sich anbahnenden Winterdepression. Wie dem Winterblues begegnen? Lesen Sie doch einfach weiter …
Winterdepression, Depression oder Winterblues – worin liegt der Unterschied?
Viele Beschreibungen werden der oftmals melancholisch erlebten Zeit zugeschrieben. Während eine Winterdepression saisonal abhängig ist und insbesondere im Winter auftritt, ist die „echte“ Depression davon unabhängig. Die saisonal gedrückte Stimmung geht eher mit Heißhunger oder Gewichtszunahme einher, die echte Depression hingegen oft mit Appetitlosigkeit. Auch die Schlafgewohnheit hilft bei der Unterscheidung: Schlafstörungen können bei beiden auftreten, doch die Winterdepression ist von verstärkter Schlafneigung geprägt, während Betroffene einer Depression zwar müde und erschöpft sind, aber kaum zur Ruhe kommen.
Der Winterblues wird als leichte Form der saisonalen Depression beschrieben, die durch verschiedene Faktoren begünstigt wird und der man positiv vorbeugen kann.
Dem Winterblues vorbeugen heißt, Routinen etablieren
Bereits im September und Oktober sollte man aktiv dem Winterblues entgegensteuern. Grund dafür ist der immer geringer werdende Lichtanteil im Herbst, der die Hormone im Körper durcheinanderwirbelt. Insbesondere Melatonin, welches müde macht, und Serotonin, das für Glücksgefühle sorgt, geraten aus dem Gleichgewicht. Die Folge: Müdigkeit und ein Hang zu Traurigkeit.
Was können Sie tun?
■ Unternehmen Sie Spaziergänge: Sehr effektiv wirken lange Spaziergänge im Freien. Versuchen Sie, täglich 30–60 Minuten an die frische Luft zu gehen, gerne in den hellen Vormittagsstunden. Können Sie nicht, weil Sie arbeiten? Dann gestalten Sie Ihre Mittagspause um und verbringen Sie diese draußen. Lassen Sie Sonne an Ihre Haut. Auch bei bewölktem Himmel ist die Leuchtstärke der Sonne viel effektiver als die einer Raumlampe.
■ Nutzen Sie gezielt Licht: Sie können eine Lichttherapie starten. Ratgeber empfehlen, mindestens 10.000 Lux in einer Tageslichtlampe, zum Beispiel während des Frühstücks, für 30 Minuten zu nutzen. Auch Vollspektrumleuchtmittel können unterstützend wirken.
■ Genießen Sie eine gesunde Ernährung: Auch die Ernährung spielt eine besondere Rolle. Neben Vitamin D (die Zufuhr sollte erst nach einer Blutkontrolle erfolgen) spielen tryptophanreiche Lebensmittel eine Rolle: Nüsse, Haferflocken, Gesundheit Hülsenfrüchte, Bananen oder Eier unterstützen den Körper, Serotonin zu bilden.
Gewürze spielen ebenfalls eine große Rolle: Ingwer, Chili und Zimt zählen zu den wärmenden Gewürzen, die den Kreislauf ankurbeln. Weihnachtsplätzchen in Maßen können also abschwächend auf den Winterblues einwirken – eine kluge Tradition!
■ Üben Sie sich in Schlafgewohnheiten: Entwickeln Sie eine feste Schlafroutine. Versuchen Sie, auch am Wochenende zur gleichen Zeit aufzustehen. Zu langes Schlafen erzeugt einen hormonellen Mini-Jetlag.
■ Bewegen Sie sich: Etablieren Sie aeroben Ausdauersport im Freien. Laufen, radeln oder rodeln Sie – das baut Stress ab und setzt Glückshormone frei.
■ Pflegen Sie soziale Kontakte: Treffen Sie Freunde und nutzen Sie die Gastfreundschaft. Die besondere, heimische Freundlichkeit ist mit das sicherste Mittel gegen den Winterblues.
Text: Susanne Lusiardi








