Ausgabe 27 · Sept.–Nov. 2026 DEIN MAGAZIN FÜR DIE REGION Kostenlos Aktuell Regional Restauranttest in Gundersheim GUD STUBB von Paul Schiffler 04 Winzer des Monats aus der VG Wonnegau Cisterzienser Weingut in Dittelsheim-Heßloch 08 Porträt Mit neuem Bühnenstück auch in Monsheim: Alfons – Klasse! 24 cisterzienser-weingut.de * Berliner Wein Trophy 2026 BESTES BIO-WEINGUT DEUTSCHLANDS*
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Wonnegauer Magazin 3 Liebe Leserinnen und Leser, wenn sich der erste Nebel über die Weinberge legt, die Tage kürzer werden und die Blätter der Weinreben in ein prachtvolles Farbenspiel übergehen, beginnt im Wonnegau eine Jahreszeit mit besonders viel Charme. Die Weinlese ist in vollem Gange, Federweißer und Zwiebelkuchen gehören wieder auf den Tisch. Überall laden herzhafte Herbstgerichte und stimmungsvolle Glühweinabende zum gemütlichen Verweilen ein. Als Winzer des Monats präsentieren wir das Cisterzienser Weingut in Dittelsheim-Heßloch – ausgezeichnet von der Berliner Wein Trophy 2026 als „Bester Produzent Bio-Wein Deutschland“. Freuen Sie sich mit uns auf das dort bevorstehende „November Lights“-Shopping-Wochenende. Eine wunderbare Gelegenheit, gemeinsam anzustoßen und die Vorweihnachtszeit zu genießen. Auch kulinarisch war das wm wieder unterwegs: Für den Restauranttest haben wir das neue Wirtshaus, im Weingut Huppert, die „GUD STUBB“ in Gundersheim unter die Lupe genommen. Was uns dort erwartet hat und warum ein Abstecher in die rheinhessische Gastronomie immer wieder eine kleine Entdeckungsreise wert ist, lesen Sie in dieser Ausgabe. Im Interview blicken wir gespannt auf die diesjährige Inszenierung und die besondere Atmosphäre der NibelungenFestspiele zurück. Seien Sie gespannt. Auch der Veranstaltungskalender hält einiges bereit. In der Rheinhessenhalle in Monsheim dürfen wir uns auf Alfons – „Der Deutschen liebster Franzose“ freuen, der mit seinem neuen Bühnenprogramm „Alfons – Klasse!“ sicherlich für einige Lacher sorgen wird. Unter der Rubrik Vereinswelt, berichten wir über die Jugendarbeit beim VfR Alsheim 1928. Gerade die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zeigt, wie viel Gemeinschaft, Engagement und Herzblut in unserer Region steckt. Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen, Entdecken und Genießen – und natürlich einen goldenen Herbst! Daniela Ringe & Ihr Team des Wonnegauer Magazins Vorwort Verlag und Herausgeber Wonnegauer Immobilien- und Medienhaus UG (haftungsbeschränkt) Gemäß § 9 Abs. 4 des Landesmediengesetzes für Rheinland-Pfalz wird darauf hingewiesen, dass Geschäftsführerin des Verlages Daniela Ringe ist. Mettenheimer Straße 1, 67574 Osthofen Telefon 06242 503650 info@wonnegauer-magazin.de www.wonnegauer-magazin.de Geschäftsführung Daniela Ringe Redaktionsleitung Daniela Ringe (V.i.S.d.P.) redaktion@wonnegauer-magazin.de Anzeigenleitung Daniela Ringe Mobil 0177 5634097 dr@wonnegauer-magazin.de Office Anne Michel a.michel@wonnegauer-magazin.de Freie Mitarbeit Anne Michel, Susanne Lusiardi, Dr. jur. Angela Scheugenpflug Titelfoto © Timo Volz/Cisterzienser Weingut Layout/Satz und Digitalausgabe Grafik-/Webdesign Bauer Neckarstraße 36, 67574 Osthofen Mobil 01522 1996881 info@grafik-bauer.de https://grafik-bauer.de Druck Weissgrund Media GmbH Ziegelhüttenweg 48, 67574 Osthofen Telefon 06242 9115110 info@weissgrund-media.de www.weissgrund-media.de Ausgabe 27 September–November 2026 Copyright Wonnegauer Immobilien- und Medienhaus UG (haftungsbeschränkt) Dieses Magazin wurde mit größtmöglicher Sorgfalt und nach bestem Wissen erstellt und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Für die Richtigkeit der Veröffentlichung kann trotz sorgfältiger Prüfung weder vom Verlag noch von der Redaktion eine Haftung übernommen werden. Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben die Meinung des Autors, bzw. des Unternehmens wieder. Der Verlag und die Redaktion machen sich diese Fremdbeiträge nicht zu Eigen. Die Unternehmen sind für das zur Verfügung gestellte und veröffentliche Bild- und Grafikmaterial in diesem Magazin verantwortlich, insbesondere ob das Material frei von Rechten Dritter ist. Der Verlag hat die ausschließlichen Nutzungsrechte zur Verwertung der angenommenen und veröffentlichten Beiträge und Artikel. Nachdrucke, auch auszugsweise, sind nur mit vorheriger Zustimmung des Verlages möglich. Alle Texte, Bilder und Grafiken sowie deren Anordnung unterliegen dem Urheber- und Leistungsschutzrecht. Für direkte oder indirekte Verweise auf fremde Internetseiten („Links“), die außerhalb des Verantwortungsbereiches des Verlages liegen, übernimmt der Verlag keine Haftung. Für die Inhalte und die Richtigkeit der bereitgestellten Informationen auf den fremden Internetseiten ist der jeweilige Anbieter verantwortlich. Der Verlag macht sich den Inhalt dieser fremden Internetseiten nicht zu eigen. Für unverlangt eingeschickte Manuskripte, Fotos und Illustrationen keine Gewähr. Impressum Bild: © Jana Lösch/AdobeStock
4 Wonnegauer Magazin Restauranttest I VG Wonnegau Gasthaus „GUD STUBB“ in Gundersheim Ein neues Kapitel für die „GUD STUBB“ Inhaber und Koch Paul Schiffler setzt neue Akzente mit deutsch-österreichischer Wirtshausküche Manche Gasthäuser bleiben uns in besonderer Erinnerung. Die „GUD STUBB“ in Gundersheim gehört zweifelsfrei dazu. Die Gaststätte „Gud Stubb“ ist untrennbar mit dem Weingut Huppert verbunden. Das historische Weingut bildet seit jeher den Rahmen für die Gastronomie, die 2016 von Andreas Huppert als „Hupperts Gud Stubb“ eröffnet wurde. Während das Weingut in Familienhand blieb, wurde die Gastronomie im Laufe der Jahre verpachtet und entwickelte sich schnell zu einem eigenständigen Gasthaus. Seit 2026 heißt die Gaststätte schlicht „GUD STUBB“. Neuer Pächter und Gastgeber ist Paul Schiffler, der gemeinsam mit seinem Team frischen Wind in die traditionsreichen Räume bringt. Deutsch-österreichische Wirtshausküche, regionale Produkte, saisonale Zutaten und authentische Gerichte bilden das neue Konzept. Zum Gastraum und Ambiente Die „GUD STUBB“ ist vor allem eines geblieben – ein Ort, an dem man sich wohlfühlt und auch gerne in geselliger Runde, ein bisschen länger verweilt. Im Gastraum finden rund 60 Personen, im gemütlichen Innenhof des Weinguts nochmal zusätzlich 40 Gäste ihren Platz. Zum Service Wir wurden sehr freundlich empfangen und konnten uns einen Tisch nach unserer Wahl aussuchen. Das Servicepersonal der „GUD STUBB“ überzeugte mit einer angenehmen, unaufdringlichen Präsenz und war zudem bestens über die Tagesempfehlungen informiert. Auch zu den einzelnen Gerichten konnte uns das Team ausführlich Auskunft geben. Besonders positiv fiel auf, wie selbstverständlich und kompetent auf Fragen zu Allergenen und den Inhaltsstoffen der angebotenen Speisen eingegangen wurde. Einen weiteren Pluspunkt verdient das Angebot, die Gerichte auch in kleineren Portionen beziehungsweise als Seniorenteller bestellen zu können. Zur Karte Die Speisekarte der „GUD STUBB“ ist übersichtlich gestaltet und setzt ihren Schwerpunkt auf eine bodenständige, regionale Küche, die mit ausgewählten österreichischen Schmankerln eine besondere Note erhält. Von der Vorspeise über den klassischen Hauptgang bis zum süßen Abschluss ist für alle unterschiedliche Vorlieben etwas dabei. Besonders positiv ist, dass neben den traditionellen Fleischgerichten auch vegetarische Speisen, Fisch und kleinere Portionen ihren Platz finden. Vier Vorspeisen stehen zur Auswahl, davon drei vegetarische. Ergänzt wird das Angebot durch vier Suppen, darunter eine vegetarische Variante, sowie drei Salate. Einer davon wird nach
Wonnegauer Magazin 5 österreichischer Art zubereitet und bringt damit eine zusätzliche landestypische Note auf die Karte. Bei den Hauptgerichten liegt der Schwerpunkt auf Fleischgerichten. Sechs Gerichte stehen hier zur Wahl, darunter fünf Fleisch- und ein Fischgericht. Auch für Vegetarier ist mit drei verschiedenen Gerichten gesorgt, sodass unterschiedliche Geschmäcker und Vorlieben berücksichtigt werden. Auch die kleinen Gäste kommen nicht zu kurz. Für sie hält die Kinderkarte vier kleine Gerichte bereit. Wer sich zum Abschluss noch etwas Süßes gönnen möchte, findet vier verschiedene hausgemachte Desserts aus der traditionellen österreichischen Küche. Zur Getränkeauswahl Auch bei der Getränkeauswahl bleibt die „GUD STUBB“ ihrer Linie treu. Die Weinkarte umfasst elf Weißweine, einen Roséwein und sieben Rotweine, die allesamt aus dem Weingut Huppert stammen. Als Aperitif entschieden wir uns für den Weinbergpfirsich-Spritz für 7,40 Euro. Der Secco wurde mit einem Stück Pfirsich, Limette und frischer Minze serviert. Passend zum gelungenen Auftakt überraschte uns die Küche mit einem pikanten Amuse-Gueule. Die frischen, fluffigen Scheiben Oliven- und Walnussbrot harmonierten wunderbar mit der schmackhaften Topfencreme, die mit einer Vielzahl aromatischer Kräuter verfeinert war. Wir bestellten zusätzlich eine Flasche naturell 0,75 l zum Preis von 5,90 Euro. Zur Vorspeise Bei den Vorspeisen fiel unsere Wahl auf das Carpaccio vom Weiderind für 14,90 Euro sowie den gegrillten Zucchini-Salat für 10,90 Euro, der auf der Speisekarte als vegetarisch (VEG) gekennzeichnet ist. Der Zucchini-Salat überzeugte bereits optisch. Gelbe und grüne Zucchini, bissfest gegrillt und aromatisch gewürzt, wurden dekorativ von verschiedenen Blattsalaten umrahmt. Bei der Wahl des Dressings standen ein klassisches Essig-Öl-Dressing und eine Joghurtvariante zur Auswahl. Dazu gab es frisches, geröstetes Schwarzbrot mit pikanter Topfencreme. Das handwerklich gelungene Carpaccio vom Weiderind präsentierte sich mit hauchdünn geschnittenem, zartem Rinderfilet in einem satten Dunkelrot. Der fein abgestimmte Geschmack wurde durch würzig-salzigen Parmesan, knackigen Rucola und Wildkräuter mit angenehm herber, leicht senfiger Note ergänzt. Ein Tupfer hausgemachtes Basilikum-Pesto brachte frische Kräuteraromen ins Spiel, während Röstaromen, Knoblauch, Meersalz und Pfeffer die Komposition harmonisch abrundeten. Dazu wurden drei Scheiben frisches Baguette gereicht. Zum Zucchini-Salat wählten wir einen trockenen Weißburgunder 0,1 Liter für 2,50 Euro, als Probierglas, der mit Zitrusaromen, nussigen Nuancen, einer dezent süßlichen Frucht und einer feinen rauchigen Note überzeugte. Zum Rinder-Carpaccio probierten wir einen Portugieser feinherb 0,1 Liter für 2,50 Euro, dessen Aromen roter und schwarzer Beeren von erdigen, leicht aschigen Noten begleitet wurden. Zum Hauptgang Bei den Hauptgerichten fiel unsere Wahl auf das gebratene Kabeljaufilet mit Erdäpfel-Nussbutterstampf, sautiertem Spinat und Verjussoße für 24,90 Euro sowie das Hesseschnitzel für 22,90 Euro. Carpaccio vom Weiderind Kabeljaufilet mit Erdäpfel-Nussbutterstampf, sautiertem Spinat und Verjussoße Alle Bilder: © Daniela Ringe/Anne Michel Zucchini-Salat
6 Wonnegauer Magazin Umspielt von einer hellen Verjussoße, appetitlich auf einem cremigen Erdäpfel-Nussbutterstampf angerichtet, präsentierte sich der Kabeljau als echter Eye-Catcher. Frische Kräuter und Sprossen setzten dekorative Akzente, während der grüne Blattspinat die Komposition optisch abrundete. Geschmacklich überzeugte der Fisch durch seine gelungene Zubereitung. Außen zart gebraten, war er im Kern wunderbar saftig und glasig. Der Kartoffelstampf schmeckte angenehm cremig und fein nach Nussbutter, der Spinat zeigte sich knackig und feinwürzig. Das Hesseschnitzel interpretiert den Klassiker auf eine neue, besonders herzhafte und raffinierte Weise. Als Cordon bleu, gefüllt mit in Apfelwein geschmortem Weißkraut, würzigem Speck und kräftigem Bergkäse, bringt es typisch hessische Aromen auf den Teller. Die goldbraun und knusprig ausgebackene Panade umschloss das wunderbar saftige Fleisch mit einer herrlich cremigen Füllung. Dazu wurden klassisch knusprige Pommes frites und ein kleiner Beilagen Salat serviert. Zum Dessert Zum süßen Abschluss entschieden wir uns jeweils für einen Affogato für 4,90 Euro. Er überzeugte mit seinem kräftigen Hesseschnitzel Hinweis: Die Bewertung der Speisen und Getränke, durch unsere Testesser sind deren eigene Einschätzungen und Geschmacksempfindungen. Wir empfehlen, sich bei einem Besuch Ihr eigenes Bild zu verschaffen. Die genannten Preise und Speisen waren zum Zeitpunkt des Tests aktuell (Änderungen sind jederzeit möglich). Küche Getränke Angebotsvielfalt Service Ambiente Preis/Leistungs-Verhältnis Gesamt BEWERTUNG Affogato Wormser Straße 7 67598 Gundersheim Telefon 06244 57326 reservierung@gudstubbgundersheim.de gudstubbgundersheim.de Öffnungszeiten: Donnerstag bis Montag, 17:30–23:00 Uhr Küche bis 21:30 Uhr Dienstag und Mittwoch Ruhetag Zur Website Aroma und seiner angenehm säurearmen Note. Die Espressobohnen bezieht Herr Schiffler von der Kaffeemanufaktur Weidmann in Kirchheimbolanden. Dazu das köstliche Vanilleeis aus der Gimbsheimer Eismanufaktur Eishorn. Abgerundet wurde das Dessert durch eine dekorative Sahnehaube, die den Affogato auch optisch ansprechend vervollständigte Fazit Die „GUD STUBB“ verbindet herzliche Gastlichkeit, gemütliches Ambiente mit einer authentischen regionalen Küche. Besonders überzeugt hat uns die bewusste Ausrichtung auf saisonale Speisen sowie die gelungene Kombination aus rheinhessischer Wirtshausküche und österreichischen Schmankerln. Ein Gasthaus für Gäste jeden Alters, in dem man sich vom ersten Moment an willkommen und gut aufgehoben fühlt. Und wer in den kommenden Wochen wiederkommt, darf sich auf neue saisonale Gerichte freuen, die ganz im Zeichen des Herbstes stehen. Text: Daniela Ringe/Anne Michel
Wonnegauer Magazin 7 In den Weingärten 7 67582 Mettenheim schmitt-weine.com Samstag, 24.10.2026 Freitag, 23.10.2026 4-Gänge-Menü Wein-Menü 30. Oktober, ab 18 Uhr After-Work in der Vinothek mit Musik und Kleinigkeiten aus der Winzerküche Eintritt frei! 27. November, ab 17 Uhr Winterglühen im Weingut mit Glühwein und Bratwurst. Gemeinsam in gemütlicher Atmosphäre auf die Feiertage einstimmen. Beginn 18 Uhr » 4-Gänge-Menü » 2 Weine je Gang » 85 EUR/p.P. Reservierung unter: info@schmitt-weine.com Koch: Manuel Wehling Manufaktur Nümbrecht manufaktur-das-restaurant.de seit 130 Jahren in Worms Haus & Grund® Eigentum. Schutz. Gemeinschaft. Worms-Alzey e.V. Sie brauchen einen wirklich guten Mietvertrag? Haus & Grund® Worms-Alzey hat ihn! Sie haben Fragen zu Ihrer Immobilie? Haus & Grund® Worms-Alzey hat Antworten! Sie wollen modernisieren? Haus & Grund® Worms-Alzey gibt Ihnen Impulse! Sie haben Streit mit Ihrem Nachbarn? Haus & Grund® Worms-Alzey hat Rat und Lösungen! Standort Worms Wilhelm-Leuschner-Straße 13 67547 Worms Telefon 06241 413591 Telefax 06241 413593 Persönlich erreichbar Montag – Freitag 9.00–12.00 Uhr Standort Alzey im Gebäude der Volksbank Alzey eG Hospitalstraße 15 55232 Alzey Telefon 06731 4936113 Persönlich erreichbar Montag und Mittwoch 9.00–12.00 Uhr Kontakt E-Mail: info@hug-worms.de Internet: www.hug-worms.de
8 Wonnegauer Magazin Das Cisterzienser Weingut – vorne mit C – inmitten des Wonnegaus Cisterzienser? Mit C – und mitten im Wonnegau? Über 850 Jahre Geschichte, Bio-Weinbau, eine ziemlich lebendige Mannschaft und 2026 gleich mehrere schöne Bestätigungen von außen: Im Cisterzienser Weingut in Dittelsheim-Heßloch treffen alte Wurzeln auf ziemlich viel Gegenwart. Der Name bleibt hängen. Nur mit der Aussprache braucht es manchmal einen zweiten Anlauf: Cisterzienser – mit C. Manche Menschen aus der Region kennen das Weingut allerdings schon, bevor sie den Namen richtig zuordnen können. Seit 2021 gehört der C-Cube, die rund um die Uhr zugängliche Wein- und Genussstation des Weinguts, fest dazu. „Ach, ihr seid doch die mit dem C-Cube!“, hören Ulrich und Karen Michel deshalb immer wieder. Für manchen ist er der erste, ganz unkomplizierte Kontakt mit den Cisterziensern: vorbeikommen, etwas entdecken, eine Flasche mitnehmen – fertig. Dass hinter diesem modernen Stück Weingut eine Geschichte steckt, die mehr als acht Jahrhunderte zurückreicht, ist dann die zweite Überraschung. Die Mönche gingen. Der Wein blieb. 1173 gründete das Zisterzienserkloster Otterberg, ein Tochterkloster des berühmten Klosters Eberbach, ein Hofgut in Heßloch. Seit 1645 verwalten die Vorfahren der heutigen Familie Michel das Gut, seit 1780 befindet es sich in Familienbesitz. Heute führen Ulrich und Karen Michel das Weingut in achter Generation. Und das C? Auch das hat Geschichte. Im 19. Jahrhundert kamen Schreibweisen mit C in Mode – man denke an „Civilisation“. Aus den Zisterziensern wurden bei den Michels Cisterzienser. Das C blieb. Zum Glück, schließlich wäre ohne es heute auch die halbe Namenswelt des Weinguts arbeitslos. Familie – mit Verstärkung Familienweingut ist hier durchaus wörtlich gemeint. Ulrich und Karen Michel haben vier Kinder und führen den Betrieb gemeinsam. Ulrich studierte Önologie in Geisenheim und sammelte Erfahrungen in Neuseeland und Südafrika, Karen ist Agrarwissenschaftlerin und stammt aus Norddeutschland. Aber ein Weingut funktioniert längst nicht nur mit Familie. Deshalb gibt es die C-Crew: die Menschen im Büro, in den Weinbergen, im Keller und überall dort, wo gerade Hände, Wissen oder gute Nerven gebraucht werden. Winzer des Monats I VG Wonnegau Bild: © Malte Kahl Cisterzienser November Lights Freitag, 13. Nov. 2026 18:00–21:00 Uhr Samstag, 14. Nov. 2026 14:00–19:00 Uhr Sonntag, 15. Nov. 2026 13:00–18:00 Uhr
Wonnegauer Magazin 9 Was sie verbindet, ist weniger eine große Philosophie als eine ziemlich praktische Vorstellung davon, wie Wein sein sollte: sorgfältig gemacht, klar in seiner Herkunft – und trotzdem etwas, über das man sich freuen darf, ohne vorher ein Weinlexikon gelesen zu haben. Bio-Weine · mehrfach ausgezeichnet! Bio. Vegan. Und manchmal ziemlich genau nachgemessen. Seit 2019 werden die Rebflächen ökologisch bewirtschaftet. Mit der Ernte 2022 kamen nach der vorgeschriebenen Umstellungszeit die ersten zertifizierten Bio-Weine auf die Flasche; die Kontrollstelle ist DE-ÖKO-022. Alle Cisterzienser Weine sind vegan. Und weil für manche Weinfreunde noch eine andere Information wichtig ist, lässt das Weingut bei vielen Weinen zusätzlich den Histamingehalt untersuchen. Bei fast allen Weißweinen und allen Rosés liegt der analysierte Wert unter 0,25 mg/l; auch beim Tagwerk Rot trocken wird dieser Wert erreicht. Keine große Geschichte darum – aber eine konkrete Information für diejenigen, die danach suchen. Vom unkomplizierten Gutswein bis zum Morstein Seit 2021 ist das Sortiment nach Herkunft gegliedert: Gutswein, Ortswein, Lagenwein. Die Gutsweine sind die unkomplizierten Begleiter für ziemlich viele Gelegenheiten. Bei den Ortsweinen tritt die Herkunft stärker nach vorn, und bei den Lagenweinen geht es ganz konkret um einzelne Weinberge und das, was ihre Böden im Wein hinterlassen. Da wäre zum Beispiel der Westhofener Morstein. Bereits 1282 wurde die Lage im Zusammenhang mit einer Schenkung an die Zisterzienser erwähnt. Heute wächst dort der Riesling des Weinguts – mineralisch, klar und mit einer fast salzigen Art. Oder der Frühburgunder, eine Rebsorte, die man längst nicht überall findet. Daneben stehen Klassiker wie Grauburgunder und Weißburgunder, Rotweine wie Spätburgunder und Merlot – und immer wieder Weine, bei denen die Michels ausprobieren, was möglich ist. 2026: ein ziemlich gutes Jahr für die Urkundenwand Natürlich freut man sich in einem Weingut, wenn nicht nur die eigenen Gäste sagen, dass ihnen die Weine schmecken. 2026 kam davon gleich einiges zusammen. Bei der Berliner Wein Trophy wurde das Cisterzienser Weingut als „Bester Produzent Bio-Wein Deutschland“ ausgezeichnet. Bei der AWC Vienna gewann der 2022er Merlot seine Kategorie. Und beim Lagen-CUP der GOURMETWELTEN folgte Ende August die nächste Überraschung: Das Cisterzienser Weingut wurde zur „Entdeckung des Jahres“ gekürt. Der Grauburgunder Maßwerk landete mit 93,5 Punkten weit vorne im Feld, auch der Riesling Morstein überzeugte die Jury. Das alles darf einen freuen. Es ändert aber nichts daran, wie Wein im Weingut am liebsten vermittelt wird: ohne große Ehrfurchtsübung. Ausgezeichnet. Aber nicht abgehoben. Das trifft es eigentlich ganz gut. Wer diese Aussage lieber selbst überprüfen und dabei erleben möchte, wie der November leuchtet, bekommt Mitte des Monats Gelegenheit dazu. Vom 13. bis 15. November finden die Cisterzienser November Lights statt. Und weil November auch schöner geht als grau, lautet das Motto: „Es glüht im Grau.“ Freitags beginnt das Wochenende mit dem Vorfreu-Freitag: Im leuchtenden Weingutshof wird bei Glühwein, Wildbratwurst und einer vegetarisch-veganen Suppe die Glühweinsaison eröffnet. Samstag und Sonntag stehen dann Wein und entspanntes Vorweihnachts-Shopping im Mittelpunkt. Das CisterzienserSortiment kann probiert werden, dazu öffnet das Weingut einen gereiften Schatz aus dem Privatkeller. Kunsthandwerk, Geschenkideen, Glühwein, Kaffee, Kuchen und etwas kräftig Wärmendes gehören ebenfalls dazu. Man kann also wegen des Weins kommen. Wegen eines Weihnachtsgeschenks. Wegen des Glühweins. Oder einfach, weil ein leuchtender Weingutshof mitten im November ein ziemlich guter Ort sein kann. y Text: Anne Michel Lagen-CUP 2026 Entdeckung des Jahres Cisterzienser Weingut Vienna, 2026 MICHAEL EDLMOSER DIRECTOR OF AWC VIENNA 2026 CISTERZIENSER WEINGUT Germany Bild: © Timo Volz
10 Wonnegauer Magazin Grauburgunder Gutswein Einer, der nicht viele Erklärungen benötigt. Trocken, unkompliziert und ein ziemlich guter Einstieg ins CisterzienserSortiment. Grauburgunder eben – nur in gut. Spätburgunder Blanc de Noir Gutswein Rote Spätburgundertrauben, hell gekeltert: saftig, fruchtig und feinherb. Und vielleicht dem einen oder anderen Wormser schon bekannt – im Sommer 2026 wurde er bei den NibelungenFestspielen ausgeschenkt. Frühburgunder trocken Der seltenere Verwandte des Spätburgunders. Fein, elegant und eher einer für Zwischentöne als für lautes Auftreten. Ein Rotwein, den man ruhig ein wenig näher kennenlernen darf. Riesling Westhofener Morstein Große Lage mit langer Geschichte: Bereits 1282 wurde der Morstein im Zusammenhang mit einer Schenkung an die Zisterzienser erwähnt. Der Riesling heute ist mineralisch, klar und beinahe salzig. Geschichte kann ziemlich gut schmecken. Grauburgunder Maßwerk Grauburgunder kann unkompliziert. Er kann aber auch anders. Das Maßwerk zeigt seine kraftvollere, vielschichtige Seite und erreichte beim Lagen-CUP der GOURMETWELTEN 2026 93,5 Punkte. Merlot trocken Dunkle Frucht, Kraft und weiche Tannine – und 2026 mit einem zusätzlichen Grund zur Freude: Bei der AWC Vienna gewann der Merlot seine Kategorie. Erst probieren, dann über Pokale reden. WEINPAKET Gemeinsam mit dem Weingut haben wir wieder ein exklusives Paket aus sechs Weinen zusammengestellt. Das Paket kann im Weingut direkt unter Telefon 06244 4921, per E-Mail: info@cisterzienser-weingut.de oder im Onlineshop unter www.cisterzienser-weingut.de bestellt werden. Preis inkl Versandkosten: 69,– EUR (Regulärer Flaschenwert: 95,20 EUR) Ulrich & Karen Michel Dalbergstraße 28 67596 Dittelsheim-Heßloch Telefon 06244 4921 info@cisterzienser-weingut.de www.cisterzienser-weingut.de Öffnungszeiten Montag–Freitag 9:00–12:00 Uhr und 13:00–17:00 Uhr Samstag 10:00–14:00 Uhr Bitte melden Sie sich vorher telefonisch an. Zur Bestellung Quer durch den Keller Sechs Cisterzienser zum Kennenlernen Nicht nur Spitzenweine, nicht nur Prämierte und nicht nur „für besondere Gelegenheiten“. Dieses Paket soll zeigen, wie unterschiedlich Cisterzienser schmecken kann – vom unkomplizierten Grauburgunder bis zum Lagenwein aus dem Morstein. wm Weinpaket 69,– € inkl. Versandkosten
Einrichten à la carte – ein abwechslungsreiches Ambiente genießen Sie mit modularen Möbeln von USM. Besuchen Sie unsere Sonderausstellung. Möbelhaus Huthmacher Hauptstraße 41–43, 67269 Grünstadt Tel. 06359 / 9374-0, info@moebel-huthmacher.de moebel-huthmacher.de making places welcoming 2. September – 23. Oktober 2026
12 Wonnegauer Magazin Eventkalender VG Eich 17.10.2026 I 18:30 Uhr Oktoberfest Landjugend Gimbsheim landjugend-gimbsheim@gmx.de instagram.com 8.11.2026 I 17:00 Uhr Jahreskonzert Musikverein Mettenheim ev. Kirche Mettenheim Kontakt: Falk Sauder musikverein-mettenheim.de musikverein-mettenheim@gmx.de 7.11. bis 08.11.2026 Martini Markt Hobby und Künstlermarkt Altrheinhalle Eich 67575 Eich info@ortsgemeinde-eich.de VG Monsheim 02.10.2026 I 20:00 Uhr Christine Eixenberger „Volle Kontrolle“ Foyer Rheinhessenhalle Monsheim touristinfo@vg-monsheim.de vg-monsheim.de 10.10.2026 I 17:00 Uhr Beyer-Bähr meets EDITA UND EMIL Weingut Beyer-Bähr GbR Weedenplatz 4 67592 Flörsheim-Dalsheim info@beyer-baehr.de beyer-baehr.de 17.10.2026 I 17:00 Uhr Schatzkammer Weine – Themenweinprobe Weingut Schales GdbR Alzeyer Str. 160 67592 Flörsheim-Dalsheim weingut@schales.de schales.de 24.10.2026 I 14:00 Uhr Winterweinprobe in der VinoPeth Gästehaus und Weingut Peth 67592 Flörsheim-Dalsheim Alzeyer Str. 28 jutta@peth.de www.peth.de 24.10.2026 I 11:00 Uhr 25.10.2026 I 13:00 Uhr Hobby- und Creativ Markt 2026 Rheinhessenhalle Monsheim vg-monsheim.de 31.10.2026 I 9:30 Uhr Adventsausstellung – Wein & Schokolade Augenwaide Straße 36 67592 Flörsheim-Dalsheim augenwaide.net 31.10.2026 I 18:00 Uhr HalloWeen/HalloWein Weingut Müller – Dr. Becker Vordergasse 14–18 67592 Flörsheim-Dalsheim Telefon 06243 5524 info@mueller-dr-becker.de 20.11.2026 I 20:00 Uhr ALFONS „Klasse“ Rheinhessenhalle Monsheim touristinfo@vg-monsheim.de vg-monsheim.de VG Wonnegau 04.10./11.10.2026 I 14:30 Uhr Jutta‘s Winzercafé bei Wechslerwein Weingut Bert Wechsler Erben Ziegelhüttenweg 9 67574 Osthofen Telefon 06242 99892 info@wechslerwein.de wechslerwein.de 24.10.2026 I 10:00 Uhr SEKTREISE Strauch Sektmanufaktur Dalbergstraße 14–18 67574 Osthofen info@strauch-sektmanufaktur.de strauchsektmanufaktur.de 31.10.2026 Zauber der Marone Weingut Grittmann Alter Westhofer Weg 32 67574 Osthofen Telefon 06242 7108 grittmannhof.de 09.11.2026 I 17:00 Uhr Gundheimer Adventszauber Gemeinde Gundheim Rathaus 67599 Gundheim Telefon 06244 206 gundheim@vg-wonnegau.de 21.11.2026 I 15:00 Uhr Scheunenzauber Weingut Isabel Hahn Jahnstr. 28 67598 Gundersheim Telefon 06244 919123 weinguthahn@aol.com weingut-hahn.com 21.11.2026 I 15:00 Uhr Adventsmarkt im alten Weingut Kissel Hauptstr. 1 67599 Gundheim info@weingut-kissel.com weingut-kissel.com 28.11.2026 I 17:00 Uhr Glüh30-Party Weingut Knierim Carlo-Mierendorff-Str. 20 67574 Osthofen Telefon 06242 2296 kontakt@weingut-knierim.de weingut-knierim.de 28. und 29.11.2026 Weihnachtsmarkt Marktplatz Westhofen 67593 Westhofen Telefon 06244 250 westhofen@vg-wonnegau.de westhofen.de 28.11.2026 I 18:00 Uhr AdventsTasting Weingut J.G. Orb Am Markt 9–13 67593 Westhofen Telefon 06244 828 kontakt@weingut-orb.de weingut-orb.de VG Rhein Selz 27.11. und 28.11.2026 Guntersblumer Weihnachtsmarkt 27.11. bis 05.12.2026 I 18:30 Uhr GANS schön festlich Landhotel Weingold Weingut Domhof Hauptstraße 33 67583 Guntersblum Telefon 06249 805767 baumann@weingut-domhof.de weingut-domhof.de Stadt Worms 10.10.2026 I 17:00 Uhr Walking Weinprobe – Auf Du & Du mit dem Rebstock Weingut Klosterhof Kirschgartenstr. 4–6 67550 Worms Abenheim info@klosterhof-loesch.de klosterhof-loesch.de 10.10./5.12.2026 I 17:00 Uhr Wormser Kultur und Kulinarik auf einer Stadtführung mit 3-Gang-Menü in drei verschiedenen Gastronomiebetrieben Citytours-worms info@citytours-worms.de 10.10.2026 I 18:00 bis 20:00 Uhr Kulinarische Weinprobe: „Mit Wein Staat machen“ Kreativwerk Worms-Pfeddersheim Berliner Straße 48 67551 Worms Telefon 06247 1337 w-gradinger@web.de 17.10.2026 I 18:30 Uhr Woman on the Dancefloor! Tanzschule Schmitt Seehaus Steinstraße 4 67547 Worms Inner Wheel Club Worms info@petraemler@gmx.de 17.10.2026 I 20:00 Uhr Phil Tribute-Show Phil Collins und Genesis (Phil) Das Wormser-Theater Rathenaustraße 11 67547 Worms Kultur- und Veranstaltung GmbH Worms 30.10.2026 I 17:00 Uhr Weinstadt Worms – Stadtspaziergang mit Weingenuss Weckerlingplatz 67547 Worms touristinfo@worms.de 30.10.2026 I 19:00 Uhr Das Burlesque Dinner in Worms Hagenbräu Gasthaus Am Rhein 3 67547 Worms kontakt@das-kriminal-dinner.de 20.11.2026 I 18:00 Uhr GLÜHKUSSZAUBER Weingut IHRIG Am Fuchstanz 4 67551 Worms Pfeddersheim info@ihrig-wonnegau-winzer.de 29.11./06.12.2026 I 15:00 Uhr Öffentliche Weihnachtsführung „Von Heiligen, Engeln und Pfeffersäcken“ Obelisk Ludwigsplatz 67547 Worms touristinfo@worms.de
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14 Wonnegauer Magazin Weihnachtszeit und Silvester auf GUT LEBEN am Morstein Festtagskulinarik, Weihnachtsfeiern und ein neues Schmuckstück Wenn sich das Jahr dem Ende zuneigt, rücken Genuss und gesellige Stunden im Kreise von Familie, Freunden oder Kollegen in den Mittelpunkt. Die Anlage GUT LEBEN am Morstein in Westhofen bietet auch in diesem Jahr wieder ein vielseitiges Programm für die bevorstehenden Festtage und den Jahreswechsel. Festtags- und Silvestermenüs im Schlösschen-Restaurant An den beiden Weihnachtsfeiertagen (25. und 26. Dezember 2026) werden 3- oder 4‑Gänge-Menüs im Schlösschen und der Remise serviert. Gäste können dabei zwischen Mittagszeiten und Abendterminen wählen. Zum Jahresausklang lädt das Schlösschen-Restaurant an Silvester zu einem 6-Gänge-Gourmet-Menü ein. Der Beginn des Silvesterabends ist für 20:00 Uhr angesetzt. Individuelle Weihnachtsfeiern und Kulturprogramm Für Firmen- und Team-Weihnachtsfeiern stehen auf dem Areal verschiedene historische Räumlichkeiten bereit – darunter das Schlösschen, die Remise, die Alte Scheune, das Alte Kelterhaus sowie das Gewölbe am Morstein. Je nach Format werden exklusive Menüs aus der SchlösschenKüche oder Buffets aus der Gewölbe-Küche angeboten. Ergänzt werden kann das Angebot durch ein Rahmenprogramm: Events Anzeige ■ Empfang mit Glühwein oder Punsch sowie Flying Food an offenen Feuerschalen im Weingarten ■ Musikalische Begleitung (DJ, Pianist, Band) oder Unterhaltung (z. B. Zaubershows) ■ Verknüpfung von Weihnachtsfeiern mit Kulturveranstaltungen wie dem Weihnachtskonzert mit Opera et Cetera (inkl. 3-Gänge-Menü) oder verschiedenen Krimidinnern (u. a. „Leiche Ahoi – Mord auf dem Rhein“ und (Wein-)Krimidinner „Tödlicher Tropfen“). Neueröffnung im November: Morstein Weinbar im ehemaligen „Deutschen Haus“ Eine wesentliche Erweiterung des Areals steht im November bevor: Nach einer aufwendigen, denkmalgerechten Sanierung des über 400 Jahre alten Fachwerkhauses (ehemals „Deutsches Haus“) eröffnet die MORSTEIN WEINBAR. Das Gebäude bietet zusätzliche Kapazitäten und eine Kombination aus historischem Ambiente und modernem Design: ■ Erdgeschoss: Eine stilvolle Weinbar mit integrierter Vinothek für Empfänge und gesellige Abende. ■ Obergeschoss: Ein Café als ergänzender Loungebereich für kleinere Gruppen. ■ Dachgeschoss: Ein sieben Meter hoher Dachboden mit sichtbarer Balkenstruktur für größere Events und Feiern. y Text: GUT LEBEN am Morstein Weitere Informationen und Reservierungen www.am-morstein.de Bild: © KI-generiert Bild: © Mario Andreya Bild: © Fabian Kelly Bild: © KI-generiert
Gut Leben am Morstein Tickets & Gutscheine unter: www.am-morstein.de GUT LEBEN am Morstein | gutleben@am-morstein.de | +49 (0) 6244 – 919 8 660 Mainzer Straße 8–10 | D-67593 Westhofen | Gutscheine und Tickets unter www.am-morstein.de Geschenke Tipps! Jetzt reservieren: Weihnachtsfeiern, Weihnachtsessen und Silvester From New York City to Morstein – The Daniel Glass Trio Do, 01.10.26 The Nannys Swing, Jive & Rock‘n‘Roll Sa, 03.10.26 Franco Nero – DJANGO und die anderen So, 18.10.26 Der Elternabend – die Party mit dem DJ-Kollektiv Dreitakt Fr, 06.11.26 Stummfilmklassiker: Goethe’s Faust Sa, 07.11.26 „Geheimnis von Tortuga“ Piratenkrimidinner mit 3-Gänge Menü So, 08.11.26 Swing & Story mit Ragna Pitoll & Uwe Eikötter – Der glückliche Prinz Sa, 14.11.26 The Leonard Cohen Project – Songs of Love & Hate Sa, 21.11.26 Weihnachtskonzert mit Opera et Cetera & 3-Gänge Menü So, 06.12.26 „Leiche Ahoi - Mord auf dem Rhein“ – Das Krimidinner Mi, 09.12.26 (Wein-)Krimidinner Tödlicher Tropfen mit 3-Gänge Menü Mi, 16.12.26 Peter Orloff & der Schwarzmeerkosakenchor – Abschiedstournee Fr, 18.12.26 Thomas Sifflings Christmas Gala (feat. Menna Mulugeta) So, 20.12.26 Nosie Katzmann & Daniel Helfrich - „Calling Mr. Vain“ So, 10.01.27 Neujahrskonzert mit dem Aris Quartett Sa, 16.01.27 „Hôtel Mystique”– Das Krimi-Grusel-Dinner Sa, 23. & 24.01.27 Reusch rettet 2026 Der Jahresrückblick (bekannt vom SWR) Sa, 30.01.27 Wolfgang Nieß – Heinz Erhardt mal klassisch Sa, 13.02.27 Tucholsky-Abend mit dem trio wortuoso Sa, 20.02.27 Highlight: Grammy nominated Raul Midón Sa, 13.03.27 Tipp Weihnachtsfeier Tipp Weihnachtsfeier Tipp Weihnachtsfeier
16 Wonnegauer Magazin Guntersblumer Weihnachtsmarkt im Leininger Schloss Wenn sich am Freitag und Samstag vor dem ersten Advent die Tore des Leininger Schlosses öffnen, beginnt eine der stimmungsvollsten Zeiten des Jahres: Der Guntersblumer Weihnachtsmarkt lädt ein zu zwei Tagen voller funkelnder Lichter, leiser Vorfreude und weihnachtlicher Atmosphäre. Ein Markt mit besonderem Flair Im festlich beleuchteten Innenhof des Neuen Leininger Schlosses erwartet Sie ein Weihnachtsmarkt mit ganz besonderem Charme. Liebevoll dekorierte Stände von Ausstellern und Vereinen bieten handgemachte Adventsgestecke & Kerzen, weihnachtliche Accessoires & Dekorationen, Schmuck, Crêpes, Gebäck, winterliche Leckereien und vieles mehr an. Wärmende Genüsse für kalte Tage Wer nach einem ausgedehnten Bummel kalte Füße bekommt, findet zahlreiche Möglichkeiten, sich wieder aufzuwärmen. Ein Becher heißer Glühwein oder Kirschwein, aromatischduftende Wintercocktails (mit und ohne Alkohol) oder fruchtiger Punsch sorgen für wohltuende Wärme von innen. Auch der Wunsch nach Herzhaftem wird hier erfüllt, sodass jeder Besuch zu einem genussvollen Erlebnis wird. Events ■ Am Freitagabend ab 19 Uhr sorgen Jochen Günther & Friends mit einem Mix aus Rock, Pop und weihnachtlichen Klassikern für festliche Stimmung. ■ Am Samstag ist der Musikverein St. Julianen traditionell zu Gast und spielt für den Nikolaus, der am Abend kleine Geschenke für die Kinder im Gepäck hat. Starten Sie festlich in die Vorweihnachtszeit – beim Guntersblumer Weihnachtsmarkt im Leininger Schloss! y Text: Verkehrsverein Guntersblum Guntersblumer Weihnachtsmarkt im Schloss Freitag, 27. November, 18:00 bis 22:00 Uhr und Samstag, 28. November, 16:00 bis 21:00 Uhr Innenhof Schlossgut Schmitt, Hauptstraße 45, 67583 Guntersblum https://t1p.de/weihnachtsmarkt-guntersblum Heiß auf den Winter? Wir machen es gemütlich – mit Klimaanlagen von Elektrotechnik Kohl Effizient heizen dank Klimaanlage! 1 kWh Strom = 4,6 kWh Wärme 06249 670710 Jetzt Termin sichern! rheinhessenklima.team @elektrotechnikkohl Bild: © 101dalmatians/iStock
Wonnegauer Magazin 17 Kreisv Worm Hilft, wo Ihr Zuhause ist. DRK SozialerService DRK-Seniorenzentrum Eulenburg Alten- und Pflegeheim Worms • Ambulante Pflege • Menü-Bring-Dienst • Hilfe im Haushalt • Hausnotruf • Beratung • Betreuung 06241 4007-96 Ihr Zuhause • Zentrale Lage mit wunderschönem Garten • Gemütliches Wohnen und liebevolle Pflege 06241 4007-711 Eulenburgstraße 2 · 67547 Worms Bild: © One - AdobeStock
18 Wonnegauer Magazin Die liebevolle Mischung aus spannender Geschichte, zauberhafter Show, atemberaubenden Locations und einem leckeren Essen – das ist das Erfolgsrezept der Eventdinner, die zur festen Showgröße in der Region avanciert sind. Und im renommierten „Zaubergewölbe“ in Ober-Flörsheim treten ab Mai wieder die besten Magier und Illusionisten Deutschlands auf. Wahre Eventdinner-Dauerbrenner sind das im Undenheimer Weingut „Junghof“ aufgeführte Krimidinner „Hôtel Mystique“ oder „Der verschwundene Bürgermeister“ im Alten Amtsgericht in Oppenheim, bei dem die Gäste in einem echten historischen Gerichtssaal sitzen. Ab sofort finden im Festsaal auch weitere Shows wie „Mörderische Hochzeit auf Stanford Hall“ oder „Leiche Ahoi! Mord auf dem Atlantik“ statt. Auich hier sind beim leckeren 4-Gang-Menü schon die Getränke inklusive. Ein echtes Highlight gibt es ab Januar im Weingut Wasem in Ingelheim mit „Der Tödliche Tropfen“ – (W)ein Krimidinner rund um die Wahl der neuen Ingelheimer Weinkönigin. Im „Zaubergewölbe“ in OberFlörsheim erleben die Zuschauer hautnah magische Momente in der einmaligen Atmosphäre eines historischen Kreuzgewölbes mit den besten Magiern Deutschlands. y Text: Kelly Entertainment Termine, Tickets und Geschenk-Gutscheine für alle Veranstaltungen gibt es auf www.eventdinner.com und www.zaubergewölbe.de Magische Momente verschenken Eventdinner mit Krimi und Grusel oder Zauberkunst im Gewölbe Einen unvergesslichen Abend mit zauberhafter Unterhaltung und einem exklusiven Menü erleben die Gäste der Eventdinner von Kelly Entertainment. Tickets oder Gutscheine für die magischen Shows sind natürlich das perfekte Weihnachtsgeschenk. Events Anzeige Hôtel Mystique Bild: © Kelly Entertainment Bild: © Marc Braner Zaubergewölbe Tickets & Termine Grafik-/Webdesign Bauer Grafikdesign · Webdesign · Printdesign • Professionelle Gestaltung und Umsetzung Ihrer Werbemittel: von A wie Anzeige, bis Z wie Zeitschrift • Design und Aufbau neuer Websites oder Website-Relaunch 01522 1996881 grafik-bauer.de Frisch, spritzig, kreativ. Alles aus einer Hand – seit über 33 Jahren.
Wonnegauer Magazin 19 OBST & GEMÜSE FLORISTIK BACKERZEUGNISSE FEINKOST GESCHENKIDEEN DEKOARTIKEL www.hofladen-worms.de | @hofladenworms Pipinstraße 4a | 67549 Worms | Tel.: 06241 20580-45 Mo. Ruhetag Di.-Fr. 10 - 18 Uhr | Sa. 10 - 14 Uhr Samstag, 26. September 2026 | 10 – 14 Uhr Hoffest 2026
20 Wonnegauer Magazin Nibelungen-Festspiele 2026 Nach den Festspielen: Was bleibt von der „Hunnenkönigin“? Die Nibelungenfestspiele 2026 haben Kriemhild ins Zentrum gerückt. Nicht als bloße Rächerin am Rande einer bekannten Heldensage, sondern als Frau, die nach Siegfrieds Tod im Hunnenreich Macht, Liebe und eine neue Sprache für sich entdeckt. Die Wormser Uraufführung „Die Hunnenkönigin“ von Oliver Lansley, inszeniert von James Seager und der Londoner Compagnie Les Enfants Terribles, setzte dabei auf einen ungewöhnlichen Mix aus Schauspiel, Tanz, Puppenspiel, Illusion und Live-Musik von Alice Merton und Alexander Wolfe. Die Redakteurin des wmʼs und Autorin der autobiografisch-zeitgenössischen Bücher „Im Land der 1000 Hügel“ und „Zwischen Türmen und Bluthohl“ Anne Michel hat die Vorstellung vor dem Dom live erlebt. Herausgeberin des wmʼs Daniela Ringe spricht mit ihr über die Bilder hinter dem Spektakel und über die Fragen, die der Abend offenlässt: Daniela Ringe: Frau Michel, Sie haben die „Hunnenkönigin“ bei den diesjährigen NFS live erlebt. In welchem Moment wurde Ihnen klar, dass dieser Abend nicht einfach Kriemhilds Rache weitererzählt, sondern ihre Perspektive grundsätzlich verschiebt? Anne Michel: Schon kurz nach Beginn der Aufführung. Die Burgunden feiern König Gunthers Geburtstag. Alles ist zu grell, zu laut, um glaubwürdig zu sein. Hagen lobt den mächtigen Herrscher in den höchsten Tönen. Er kann damit aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass sein Herr ein sehr schwacher Mensch ist. Auch Ute, die Königinmutter, meldet sich ungebeten zu Wort. Sie belässt es in ihrer Rede, die immer wieder unterbrochen wird, bei Andeutungen über die offensichtliche Schwäche des Reiches und Brünhilds mysteriösen Tod. Ein laut vernehmliches Klopfen an der Tür unterbricht das vorgeblich ausgelassene Treiben. Kriemhild betritt blutüberströmt den Thronsaal und verdeutlicht unüberhörbar, dass sie endlich „reinen Tisch“ machen will. Aus der Region Daniela Ringe: Das Stück zeigt Kriemhild zunächst als verschacherte Prinzessin und später als mächtigste Frau des Kontinents. Wirkt diese Entwicklung wie echte Selbstermächtigung oder wie die Übernahme jener Gewaltlogik, aus der sie eigentlich ausbrechen will? Anne Michel: Um die Nachricht von Brünhilds Freitod zu überbringen, reist ihre Mutter Ute an Etzels Hof. Dort angekommen konfrontiert sie ihre Tochter mit ein paar unangenehmen WahrBild: © Bernward Bertram Bild: © David Baltzer Szene am Burgunderhof v.l. Gunter (Paul Marianne Furtwängler, Kriemhild (Jeanette Hain) Burgunder (Miguel Torres Umba, Anna Martine Freeman), Kriemhild (Maria Dragus) und Risha Silvera Die Hunnenkönigin – Szene mit Zuschauertribüne
Wonnegauer Magazin 21 heiten: „Es war dein geliebter Siegfried. So war der Deal. Und du warst der Preis.“ Kriemhild erlangt zu der schmerzhaften Erkenntnis, dass Frauen in eine Welt hineingeboren werden, in der sie niemals eine Bedeutung erlangen werden. Daniela Ringe: Die Hunnen erscheinen nicht als bloße „Barbaren“, sondern als Gesellschaft mit eigenen Ritualen, Tanz und Ordnung. Hat die Inszenierung diese Gegenwelt wirklich differenziert gezeigt oder bleibt der Culture Clash am Ende doch vor allem ein starkes Bühnenbild? Anne Michel: Die unterschiedlichen Lebensumstände der beiden Völker wurden in den Bühnenbildern sehr deutlich dargestellt. Doch in den gesellschaftspolitischen Themen, z. B. zur Stellung der Frauen, gibt es wenig Unterschiede. Hier wie dort überwiegt das „dynastische Prinzip“, wie Hagen mit folgendem Zitat deutlich macht: „Ein Kind festigt Bande. Es vereint Häuser.“ Daniela Ringe: Etzel wird als liebevoller, gebildeter Partner bezeichnet, nicht als das übliche Feindbild. Wie verändert sich der Blickpunkt auf Kriemhilds Entscheidung für das Hunnenreich und auf Worms als Ort der Geschichte? Anne Michel: Etzel war mit Sicherheit nicht der liebevolle, gebildete Partner, sondern ein mächtiger und rücksichtsloser Herrscher mit rohen Gewaltexzessen. Die Darstellung im Stück „verbuche“ ich unter künstlerischer Freiheit. Kriemhild sehe ich weder Worms noch dem Hunnenreich zugehörig, sondern als Suchende. Ihrer alten Heimat beraubt, entwurzelt und traumatisiert trauert sie um den Verlust einer Scheinwelt. Schmerzhaft muss sie erkennen, dass ihr glorifiziertes Trugbild von Siegfried nicht der Realität entsprach. Und dass auch er im höchsten Maße gewalttätig wurde, um sie für sich zu gewinnen. Am Ende bleibt ihr nur die wenig schmeichelhafte Einsicht, dass auch sie im Spiel von Macht und Begehren nur eine Randfigur war, die man nach Belieben wie auf einem Schachbrett hin und her geschoben hatte. Daniela Ringe: Die Festspiele bringen den Konflikt genau vor den Dom. Wann wurde diese Kulisse für sie mehr als Hintergrund: als moralischer Zeuge, Machtarchitektur oder vielleicht sogar als Gegenbild zu Kriemhilds neuer Welt? Anne Michel: Als Kriemhild beschließt, ihre eigenen Werte zu verleugnen, indem sie nur noch für ihre Rache lebt. Daniela Ringe: Die Londoner Compagnie setzt bewusst auf große Mittel. Choreografierte Körper, Puppen, Illusionen, Tiere, Feuer und Popkonzert-Energie. Hat diese Überfülle die Tragödie greifbarer gemacht oder drohten dabei die primär schauspielerischen Szenen darin unterzugehen? Anne Michel: Ich muss gestehen, dass ich anfangs, als ich las, dass das Stück von Oliver Lansley mit James Seager und der Londoner Compagnie Les Enfants Terribles inszeniert wird, ziemlich skeptisch war. Deshalb habe ich bewusst nur sehr wenige Vorberichte darüber gelesen. Ich wollte mir während der Vorstellung eine unvoreingenommene Meinung bilden. Ich empfand die Umsetzung meiner Lieblingssage in dieser modernen Inszenierung als überaus gelungen. Der Mix aus Schauspiel, Tanz, Puppenspiel, Illusion und Live-Musik verwob sich zu einer homogenen Gesamtheit, in der sowohl die Schauspieler als auch die anderen eingesetzten Elemente außergewöhnliche Akzente setzten. Daniela Ringe: Am Ende nimmt Kriemhild die bequeme Rolle des unschuldigen Opfers ein. Mit welchem Gefühl sind Sie aus der Vorstellung gegangen? Bewunderung, Abscheu, Verständnis oder vielleicht mit etwas Unbehagen? Anne Michel: Kriemhild ist zugleich Opfer und Täter. Besonders verstörend war, das Kriemhild als Mutter den Tod ihres Sohnes Ortlieb billigend in Kauf nahm. Und darüber hinaus ihn als Werkzeug ihrer Rache missbrauchte. Gewalt erzeugt immer wieder Gewalt. Kriemhild hat sich aus dieser teuflischen Spirale niemals befreien können. Daniela Ringe: Die Aufführung wurde als großes Spektakel beworben und zugleich als Stück über Gerechtigkeit, Macht und Verantwortung verstanden. Was war für Sie am Ende stärker: der Rausch des Theaterabends oder der bittere Beigeschmack, den das historische Drama hinterlässt? Anne Michel: Von allem etwas. Ja, es war ein großes Spektakel. Und ja, es waren die Anspielungen auf unsere gesellschaftlichen Verhältnisse, die Spuren in mir hinterlassen haben. Frauen sind immer noch Objekte, die gegen ihren Willen verheiratet, benutzt oder ausgebeutet werden. In vielen Teilen der Welt sind sie recht- und schutzlos. Migranten werden immer noch argwöhnisch beäugt oder verfolgt. Die Gier nach Macht und Geld feiert auch noch im 21. Jahrhundert Triumphe. Mir scheint, dass die Historie und die Gegenwart nicht allzu weit auseinanderliegen. Viel haben die Menschen aus der Geschichte bisher nicht gelernt. Etzel bringt es auf den Punkt: „Die Leute glauben, Frieden sei die Abwesenheit von Krieg. Aber das stimmt nicht. Frieden ist die Erinnerung an Krieg“. Daniela Ringe: Frau Michel, wenn Sie ein Resümee aus diesem Abend den Menschen mitgeben müssten, welches wäre es auch im Vergleich zu den Jahren davor? Anne Michel: Ich habe schon sehr viele gute und auch schwächere Inszenierungen vor der unvergleichlichen Kulisse unseres Wormser Doms erlebt. Und nicht wenige davon sind auf die eine oder andere Art immer noch präsent. „Die Hunnenkönigin“ wird in meinem Gedächtnis als eine der besten, wenn nicht sogar die beste Aufführung anlässlich der NibelungenFestspiele in meiner Erinnerung verbleiben. Fazit In jedem Jahr sind die Nibelungenfestspiele das herausragende Ereignis in Worms, der Höhepunkt der kulturellen Veranstaltungen! Der Wormser Dom als dominierendes Element, verbunden mit dem unvergleichlichen Ambiente des Heylshofs, bietet den Besuchern eine Szenerie, die in dieser Form einzigartig in Deutschland ist. y Text: Daniela Ringe und Anne Michel Bild: © David Baltzer Doris Lingenau, Risha Silvera, Mareike Villnow
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24 Wonnegauer Magazin Von Rechtsstaat, Raststättentoiletten und Liebesbriefen Alfons – Klasse! „Dass ich nach Deutschland gekommen bin, war Zufall“, sagt Alfons. „Dass ich geblieben bin, nicht.“ Seit über drei Jahrzehnten lebt „der Deutschen liebster Franzose“ (FAZ) nun schon hier, im „Lande der Dichter und Klempner“, wie Alfons seine zweite Heimat gerne nennt. Es war als kurze Episode gedacht. Aber dann kam das Leben dazwischen: Alfons hat sich verliebt – in Deutschland, in die Deutschen. „Klasse!“ heißt sein neues, mittlerweile achtes abendfüllendes Bühnenstück. Es ist ein Liebesbrief geworden – und ein dringender Weckruf gleichermaßen. Der Weckruf gilt nicht nur seinem Publikum. Ursprünglich galt er vielmehr einer Schulklasse, die Alfons eher zufällig besuchte, um mit den Jugendlichen zu diskutieren. Aber: „Manche Jugendlichen sagten zu Anfang gar nichts“, erzählt Alfons von dieser ersten Begegnung. „Von einigen hörte ich dann, ‚unser Land funktioniert nicht!‘, von anderen‚ ‚das liegt an der Demokratie - wir sollten mal was anderes ausprobieren!’. Manche erkannten aber auch sehr schnell: ‚Für Diktaturen gibt es keine Schnupperstunde!‘. Das alles hat mich sehr bewegt.“ Also werden aus dem einen, zufälligen Besuch schnell unzählige, ganz bewusste Gespräche und Diskussionen. Dank Alfons’ Beharrlichkeit, dank einer großartigen Lehrerin – und dank ganz vieler Jugendlicher, die schnell ihre „Mir-doch-egal“-Haltung abstreifen und sich gemeinsam mit Alfons auf Suche begeben: nach den Wurzeln unserer Demokratie, dem Wert von Toleranz, nach dem Zement, der dieses Land zusammen hält – und Porträt Bild: © Guido Werner Bild: © Eyk Friebe 2021 wurde Alfons für sein „herausragendes Engagement für die Völkerverständigung das Bundesverdienstkreuz“ verliehen. „Der Deutschen liebster Franzose.“ – FAZ – ALFONS Achtung aufgepasst! Alfons kommt nach Monsheim Freitag, 20.11.2026 20:00 Uhr Hier geht es direkt zur Kartenbestellung: t1p.de/alfons-in-monsheim
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