Gasthaus „GUD STUBB“ in Gundersheim
Ein neues Kapitel für die „GUD STUBB“
Inhaber und Koch Paul Schiffler setzt neue Akzente mit deutsch-österreichischer Wirtshausküche

Seit 2026 heißt die Gaststätte schlicht „GUD STUBB“. Neuer Pächter und Gastgeber ist Paul Schiffler, der gemeinsam mit seinem Team frischen Wind in die traditionsreichen Räume bringt. Deutsch-österreichische Wirtshausküche, regionale Produkte, saisonale Zutaten und authentische Gerichte bilden das neue Konzept.
Zum Gastraum und Ambiente
Die „GUD STUBB“ ist vor allem eines geblieben – ein Ort, an dem man sich wohlfühlt und auch gerne in geselliger Runde, ein bisschen länger verweilt. Im Gastraum finden rund 60 Personen, im gemütlichen Innenhof des Weinguts finden nochmal zusätzlich 40 Gäste ihren Platz.
Zum Service
Wir wurden sehr freundlich empfangen und konnten uns einen Tisch nach unserer Wahl aussuchen. Das Servicepersonal der „GUD STUBB“ überzeugte mit einer angenehmen, unaufdringlichen Präsenz und war zudem bestens über die Tages Empfehlungen informiert. Auch zu den einzelnen Gerichten konnte uns das Team ausführlich Auskunft geben. Besonders positiv fiel auf, wie selbstverständlich und kompetent auf Fragen zu Allergenen und den Inhaltsstoffen der angebotenen Speisen eingegangen wurde. Einen weiteren Pluspunkt verdient das Angebot, die Gerichte auch in kleineren Portionen beziehungsweise als Seniorenteller bestellen zu können.
Zur Karte
Die Speisekarte der „GUD STUBB“ ist übersichtlich gestaltet und setzt ihren Schwerpunkt auf eine bodenständige, regionale Küche, die mit ausgewählten österreichischen Schmankerln eine besondere Note erhält. Von der Vorspeise über den klassischen Hauptgang bis zum süßen Abschluss ist für alle unterschiedliche Vorlieben etwas dabei. Besonders positiv ist, dass neben den traditionellen Fleischgerichten auch vegetarische Speisen, Fisch und kleinere Portionen ihren Platz finden. Vier Vorspeisen stehen zur Auswahl, davon drei vegetarische. Ergänzt wird das Angebot durch vier Suppen, darunter eine vegetarische Variante, sowie drei Salate. Einer davon wird nach österreichischer Art zubereitet und bringt damit eine zusätzliche landestypische Note auf die Karte.
verschiedenen Gerichten gesorgt, sodass unterschiedliche Geschmäcker und Vorlieben berücksichtigt werden. Auch die kleinen Gäste kommen nicht zu kurz. Für sie hält die Kinderkarte
vier kleine Gerichte bereit.
Wer sich zum Abschluss noch etwas Süßes gönnen möchte, findet vier verschiedene hausgemachte Desserts aus der traditionellen österreichischen Küche.
Auch bei der Getränkeauswahl bleibt die „GUD STUBB“ ihrer Linie treu. Die Weinkarte umfasst elf Weißweine, einen Roséwein und sieben Rotweine, die allesamt aus dem Weingut Huppert stammen.
Als Aperitif entschieden wir uns für den Weinbergpfirsich-Spritz für 7,40 Euro. Der Secco wurde mit einem Stück Pfirsich, Limette und frischer Minze serviert. Passend zum gelungenen Auftakt überraschte uns die Küche mit einem pikanten Amuse-Gueule. Die frischen, fluffigen Scheiben Oliven- und Walnussbrot harmonierten wunderbar mit der schmackhaften Topfencreme, die mit einer Vielzahl aromatischer Kräuter verfeinert war. Wir bestellten zusätzlich eine Flasche naturell 0,75 l zum Preis von 5,90 Euro.
Zur Vorspeise
Bei den Vorspeisen fiel unsere Wahl auf das Carpaccio vom Weiderind für 14,90 Euro sowie den gegrillten Zucchini-Salat für 10,90 Euro, der auf der Speisekarte als vegetarisch (VEG) gekennzeichnet ist. Der Zucchini-Salat überzeugte bereits optisch. Gelbe und grüne Zucchini, bissfest gegrillt und aromatisch gewürzt, wurden dekorativ von verschiedenen Blattsalaten umrahmt. Bei der Wahl des Dressings standen ein klassisches Essig-Öl-Dressing und eine Joghurtvariante zur Auswahl. Dazu gab es frisches, geröstetes Schwarzbrot mit pikanter Topfencreme.
Das handwerklich gelungene Carpaccio vom Weiderind präsentierte sich mit hauchdünn geschnittenem, zartem Rinderfilet in einem satten Dunkelrot. Der fein abgestimmte
Geschmack wurde durch würzig-salzigen Parmesan, knackigen Rucola und Wildkräuter mit angenehm herber, leicht senfiger Note ergänzt. Ein Tupfer hausgemachtes Basilikum-Pesto brachte frische Kräuteraromen ins Spiel, während Röstaromen, Knoblauch, Meersalz und Pfeffer die Komposition harmonisch abrundeten. Dazu wurden drei Scheiben frisches Baguette gereicht. Zum Zucchini-Salat wählten wir einen trockenen Weißburgunder 0,1 Liter für 2,50 Euro, als Probierglas, der mit Zitrusaromen, nussigen Nuancen, einer dezent süßlichen Frucht und einer feinen rauchigen Note überzeugte. Zum Rinder-Carpaccio probierten wir einen Portugieser feinherb 0,1 Liter für 2,50 Euro,
dessen Aromen roter und schwarzer Beeren von erdigen, leicht aschigen Noten begleitet wurden.
Zum Hauptgang
Bei den Hauptgerichten fiel unsere Wahl auf das gebratene Kabeljaufilet mit Erdäpfel-Nussbutterstampf, sautiertem Spinat und Verjussoße für 24,90 Euro sowie das Hesseschnitzel für
22,90 Euro.
Sprossen setzten dekorative Akzente, während der grüne Blattspinat die Komposition optisch abrundete.
Geschmacklich überzeugte der Fisch durch seine gelungene Zubereitung. Außen zart gebraten, war er im Kern wunderbar saftig und glasig. Der Kartoffelstampf schmeckte angenehm cremig und fein nach Nussbutter, der Spinat zeigte sich knackig und feinwürzig.
Das Hesseschnitzel interpretiert den Klassiker auf eine neue, besonders herzhafte und raffinierte Weise. Als Cordon bleu, gefüllt mit in Apfelwein
Zum süßen Abschluss entschieden wir uns jeweils für einen Affogato für 4,90 Euro. Er überzeugte mit seinem kräftigen Aroma und seiner angenehm säurearmen Note. Die Espressobohnen bezieht Herr Schiffler von der Kaffeemanufaktur Weidmann in Kirchheimbolanden. Dazu das köstliche Vanilleeis aus der Gimbsheimer Eismanufaktur Eishorn. Abgerundet wurde das Dessert durch eine dekorative Sahnehaube, die den Affogato auch optisch ansprechend vervollständigte.
Fazit
Die „GUD STUBB“ verbindet herzliche Gastlichkeit, gemütliches Ambiente mit einer authentischen regionalen Küche. Besonders überzeugt hat uns die bewusste Ausrichtung auf saisonale Speisen sowie die gelungene Kombination aus rheinhessischer Wirtshausküche und österreichischen Schmankerln. Ein Gasthaus für Gäste jeden Alters, in dem man sich vom ersten Moment an willkommen und gut aufgehoben fühlt.
Und wer in den kommenden Wochen wiederkommt, darf sich auf neue saisonale Gerichte freuen, die ganz im Zeichen des Herbstes stehen.







