Wonnegauer Magazin März–Mai 2026

Wonnegauer Magazin 17 bau durch die Verbandsgemeinde ist ein Kraftakt für die VGVerwaltung. Die Notwendigkeit, das marode Jugendhaus an den Festplatz zu verlagern und gleichzeitig den Neubau der Kita-Rappelkiste finanziell zu stemmen, ist eine Riesenherausforderung für die Stadt. Gleichzeitig müssen laufende große Projekte wie die Ladestraße oder der Fahrradweg nach Worms Nord zum Abschluss gebracht – und weiterhin an der Entwicklung eines neuen Gewerbegebietes gearbeitet werden. wm: Welche Projekte oder Entscheidungen aus den letzten Monaten werden Osthofen spürbar verändern? Gefordert hat mich die Bewerbung für das Förderprogramm Innenstadtimpulse, bei dem die Stadt Osthofen nun mit über 308.000 € eine ganze Reihe von Verbesserungen der Lebensqualität in der Innenstadt vornehmen kann. Mithilfe der Städtebauförderung und des Förderprogramms „Innenstadtimpulse“ können jetzt wichtige Bereiche wie die Altbachanlage und der Stadtpark nachhaltig aufgewertet werden. Wenn alles gut geht, haben wir im Stadtpark bald einen Wasserspielplatz, einen Calisthenics-Parcours, Senioren-Bewegungsgeräte, einen öffentlichen Bücherschrank, ein grünes Klassenzimmer und Entspannungszonen. In der Innenstadt werden Stromkästen in ca. 20 Kunstwerke verwandelt werden und die touristisch und kulturell interessanten Besonderheiten werden auf zahlreichen Infotafeln erfahrbar sein. wm: Gibt es Entwicklungen, die bislang vielleicht unterschätzt werden? Eine oft unterschätzte Entwicklung ist die Tatsache, dass Osthofen keine langsam gewachsene Gemeinschaft ist, sondern seit Bilder: © Mirco Metzler/DIE KNIPSER Medienagentur Jahrzehnten starken Zuzug erfährt. Gerade deshalb ist es neben allen städtebaulichen Aspekten wichtig, positive Identifikationsangebote für die Bevölkerung zu schaffen, damit das WIR stärker in den Mittelpunkt gerückt wird und die Stadtgemeinschaft enger zusammen- und nicht auseinanderrückt. Das fängt beim Erhalt des Alten Rathauses als Sitz der Stadtverwaltung an und geht bis zur Entwicklung von neuen Plätzen im Stadtzentrum, dem neuen Skatepark, dem gemeinsamen Feiern der Weinmeile bis zum Erhalt des historischen Wiegehäuschens. wm: Welche Vorhaben stehen 2026 ganz oben auf Ihrer Agenda? Insbesondere die Bereiche Bauen, Infrastruktur und Stadtentwicklung. Die Ladestraße, wo einst zahlreiche Güter auf die Schiene verladen wurden, wird in diesem Jahr nicht nur als große P & Ride-Anlage den ÖPNV stärken, sondern dient auch als Nord-Süd-Verbindungsachse, die das Stadtzentrum mit den Bildungs- und Sportstätten am Festplatz und am Sommerried verbindet. wm: Das Thema Wohnen bewegt viele Menschen. Wie entwickelt sich Osthofen in puncto Wohnen? Osthofen folgt als Grundzentrum der Prämisse „Innen- vor Außenentwicklung“. So wird gerade die Industriebrache des Schill-Geländes mit dem gut 60 Meter hohen Malzturm zu einem neuen urbanen Zentrum inmitten der Stadt entwickelt, um barrierefreies Wohnen zur Stärkung der Geschäftswelt im Zentrum zu ermöglichen. Bezahlbares Wohnen bleibt die große Herausforderung, die vorwiegend durch den in Worms ansässigen Kreisbauverein und private Investoren angegangen wird. Zum Schluss ein persönlicher Blick wm: Herr Goller, Hand aufs Herz. Wie würden Sie Osthofen einem Gast spontan beschreiben? Ich würde Osthofen als eine lebens- und liebenswerte Kleinstadt beschreiben, die jedem Gast viel zu bieten hat: hervorragende Weine unserer Winzer, eine vielfältige Gastronomie, abwechslungsreiche Gästeführungen, schöne Erlebnisse, die man über die Tourismus-Information buchen kann, großartige Veranstaltungen wie die Osthofener Weinmeile oder Musik im Park u. v. m. Ich wollte nirgendswo anders wohnen. wm: Vielen Dank für das Interview. Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg und ein gutes Gelingen beim Umsetzen Ihrer Ziele. y Text: Redaktion Wonnegauer Magazin

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