Ausgabe 25 · März–Mai 2026 DEIN MAGAZIN FÜR DIE REGION Kostenlos Aktuell Regional Restauranttest aus Herrnsheim LA ANDREEA Restaurant 04 Winzer des Monats aus der VG Wonnegau Weingut Kratz – Schönauer Hof in Osthofen 10 wm nachgefragt aus der VG Wonnegau Im Gespräch mit Thomas Goller, Stadtbürgermeister Osthofen 16 Es werd alles besser! Ramon Chormann seit über 10 Jahren mit seinem RC-Theater in Kirchheimbolanden www.chormann.de RC Theater seit 2015 Interview auf Seite 18
Logo NEU: STIFTUNG für spezialisierte ambulante Palliativversorgung Rheinhessen/ Pfalz e.S. FINAL - 13.10.2025 STIFTUNG für spezialisierte ambulante Palliativversorgung Rheinhessen/Pfalz e.S. Logo NEU: VEREIN zur Förderung der ambulanten Palliativversorgung Rheinhessen/Pfalz e.V. FINAL - 13.10.2025 zur Förderung der ambulanten Palliativversorgung Rheinhessen/Pfalz e.V. VEREIN Logo NEU: SAPV Rheinhessen-Pfalz gGmbH FINAL - 13.10.2025 SAPV Rheinhessen-Pfalz gGmbH Spezialisierte ambulante Palliativversorgung Wir sind da. Für Sie. Begleitung, die trägt. Medizin, die versteht. Wenn es um Entlastung, Stabilität und verlässliche Begleitung geht. Spezialisierte ambulante Palliativversorgung – nah bei den Menschen in Rheinhessen und der Pfalz. SAPV Rheinhessen/Pfalz – verlässlich an Ihrer Seite. Bahnhofstraße 93a 55234 Eppelsheim Telefon 06735 791910 info@sapv-rhh-pf.de www.sapv-rhh-pf.de Öffnungszeiten: Mo., Di., Do.: 08:30–13:00 und 14:00–17:00 Uhr Mi., Fr.: 08:30–13:00 und 14:00–15:00 Uhr Bild: © ic36006-AdobeStock
Wonnegauer Magazin 3 Liebe Leserinnen und Leser, der Frühling bringt endlich wieder Schwung in den Wonnegau, unseren Alltag und unser Miteinander. In den Weinbergen beginnt ein neues Kapitel. Die Landschaft zeigt wieder Farbe, die Tage werden heller, und mit jedem Sonnenstrahl wächst die Lust, draußen zu sein und das Leben zu genießen. In dieser Ausgabe finden Sie viele Tipps, wie Sie gesund und fit durch den Frühling kommen. Die SAPV stellt ihre Leistungen vor, das innovative Unternehmen „La Mesma“ präsentiert Sport- und Bademode für Frauen mit und ohne Handicap. Sie halten nach einer familienfreundlichen Sportart Ausschau? Dann ist die Badmintonabteilung der TGO vielleicht das Richtige. Für das leibliche Wohl ist auch gesorgt: Dieses Mal haben wir die deutsch/rumänische Küche im LA ANDREEA für Sie getestet. Als Winzer des Monats präsentiert sich das Weingut Kratz – Schönauer Hof in Osthofen. Wir haben nachgefragt: Was Osthofen bewegt – und was noch kommen soll! wm im Gespräch mit Thomas Goller, Stadtbürgermeister in Osthofen. Sie tragen sich mit dem Gedanken, eine Immobilie im sonnigen Süden zu erwerben? Die KP-International verfügt nicht nur über ein großes Immobilienangebot in Spanien und Florida, sondern steht mit Insiderwissen und Kompetenz den Kunden unterstützend zur Seite. In der Rubrik „Aus der Region“ darf gelacht werden! „Es werd als besser!“ Warum? Diese Frage haben wir in unserem Gespräch mit Ramon Chormann ausführlich thematisiert. Viel Freude beim Lesen! Daniela Ringe & Ihr Team des Wonnegauer Magazins Vorwort Verlag und Herausgeber Wonnegauer Immobilien- und Medienhaus UG (haftungsbeschränkt) Gemäß § 9 Abs. 4 des Landesmediengesetzes für Rheinland-Pfalz wird darauf hingewiesen, dass Geschäftsführerin des Verlages Daniela Ringe ist. Mettenheimer Straße 1, 67574 Osthofen Telefon 06242 503650 info@wonnegauer-magazin.de www.wonnegauer-magazin.de Geschäftsführung Daniela Ringe Redaktionsleitung Daniela Ringe (V.i.S.d.P.) redaktion@wonnegauer-magazin.de Anzeigenleitung Daniela Ringe Mobil 0177 5634097 dr@wonnegauer-magazin.de Office Anne Michel a.michel@wonnegauer-magazin.de Freie Mitarbeit Anne Michel, Susanne Lusiardi, Dr. jur. Angela Scheugenpflug Titelfoto © Alex Jung Layout/Satz und Digitalausgabe Grafik-/Webdesign Bauer Neckarstraße 36, 67574 Osthofen Mobil 01522 1996881 info@grafik-bauer.de https://grafik-bauer.de Druck Weissgrund Media GmbH Ziegelhüttenweg 48, 67574 Osthofen Telefon 06242 9115110 info@weissgrund-media.de www.weissgrund-media.de Ausgabe 25 März–Mai 2026 Copyright Wonnegauer Immobilien- und Medienhaus UG (haftungsbeschränkt) Dieses Magazin wurde mit größtmöglicher Sorgfalt und nach bestem Wissen erstellt und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Für die Richtigkeit der Veröffentlichung kann trotz sorgfältiger Prüfung weder vom Verlag noch von der Redaktion eine Haftung übernommen werden. Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben die Meinung des Autors, bzw. des Unternehmens wieder. Der Verlag und die Redaktion machen sich diese Fremdbeiträge nicht zu Eigen. Die Unternehmen sind für das zur Verfügung gestellte und veröffentliche Bild- und Grafikmaterial in diesem Magazin verantwortlich, insbesondere ob das Material frei von Rechten Dritter ist. Der Verlag hat die ausschließlichen Nutzungsrechte zur Verwertung der angenommenen und veröffentlichten Beiträge und Artikel. Nachdrucke, auch auszugsweise, sind nur mit vorheriger Zustimmung des Verlages möglich. Alle Texte, Bilder und Grafiken sowie deren Anordnung unterliegen dem Urheber- und Leistungsschutzrecht. Für direkte oder indirekte Verweise auf fremde Internetseiten („Links“), die außerhalb des Verantwortungsbereiches des Verlages liegen, übernimmt der Verlag keine Haftung. Für die Inhalte und die Richtigkeit der bereitgestellten Informationen auf den fremden Internetseiten ist der jeweilige Anbieter verantwortlich. Der Verlag macht sich den Inhalt dieser fremden Internetseiten nicht zu eigen. Für unverlangt eingeschickte Manuskripte, Fotos und Illustrationen keine Gewähr. Impressum Bild: © CHARAN/AdobeStock
4 Wonnegauer Magazin Restauranttest I Worms-Herrnsheim Frisch eröffnet im Hotel am Schlosspark LA ANDREEA in Worms-Herrnsheim Es sind oft die unspektakulären Neueröffnungen, die neugierig machen. Ein Restaurant, das plötzlich da ist und seinen Platz finden will. Genauso tritt das LA ANDREEA im Hotel am Schlossberg auf. Im September 2025 hat in ruhiger Lage von Worms-Herrnsheim ein Gasthaus die Pforten geöffnet, das auf Frische, Qualität und eine Küche setzt, die ihre Herkunft nicht versteckt. Rumänische und deutsche Spezialitäten, ergänzt um den Anspruch auf ein echtes Wohlfühlambiente, bilden hier die Grundlage des Konzepts. Ein Ansatz, der uns neugierig macht, gerade weil er ohne große Versprechen auskommt. Wie sich dieser Anspruch auf dem Teller, im Service und im Gesamterlebnis niederschlägt, zeigt sich erst beim genaueren Hinsehen – und genau das haben wir für Sie liebe Leser und Leserinnen des wmʼs getan. Zum Gastraum und Ambiente Der Gastraum im LA ANDREEA bietet im Innenbereich Platz für etwa 50 Gäste, im Außenbereich stehen bei entsprechendem Wetter rund 30 Terrassenplätze zur Verfügung. Die Einrichtung ist modern und klar strukturiert. Dunkle Holzelemente prägen den Raum, cremefarbene Dekorationen setzen dezente Akzente. Der Raum wirkt gepflegt und durchdacht, das Ambiente vermittelt Zurückhaltung und Ordnung – Eigenschaften, die dem Restaurant einen zeitlosen, sachlichen und verlässlichen Rahmen geben. Zur Karte Die Speisekarte im LA ANDREEA ist umfangreich und kombiniert deutsche mit rumänischen Gerichten. Für den kleinen Hunger oder als Einstieg stehen drei verschiedene Bilder: © Wonnegauer Magazin
Wonnegauer Magazin 5 Salate sowie drei hausgemachte Suppen zur Auswahl. Im Bereich der Pasta finden sich fünf Gerichte, darunter eines mit frischen, selbst gemachten Nudeln. Die Hauptgerichte konzentrieren sich klar auf Fleisch. Acht Fleischgerichte und ein Fischgericht bilden hier den Kern, ergänzt durch vier unterschiedliche Burgervarianten. Eine eigene Rolle spielen die weiteren acht rumänischen Spezialitäten, die der Karte Profil geben und den kulinarischen Hintergrund des Hauses sichtbar machen. Auch an die jüngeren Gäste wurde mit zwei Gerichten zur Auswahl gedacht. Den Abschluss bilden drei Dessertvarianten, die das Angebot abrunden. Zur Getränkekarte gehört eine überschaubare Weinauswahl mit vier Weißweinen, zwei Roséweinen und drei Rotweinen, ergänzt um einen Secco als Aperitif. Die Zusammenstellung bleibt damit bewusst kompakt und leicht überschaubar. Was jedoch auffällt: Auf der Karte fehlen Angaben zu Weingütern und zur Herkunft der Weine. Gerade in einem Weinanbaugebiet wie Rheinhessen wäre hier mehr Transparenz wünschenswert gewesen – nicht zuletzt, weil sich die Betriebe auf Nachfrage durchaus benennen lassen können und es dafür keinen Grund zur Zurückhaltung gäbe. Zur Vorspeise Als Vorspeise fiel unsere Wahl auf die Tomatencremesuppe mit Croutons für 5,90 € sowie den Rucola-Salat mit Roter Bete und Meerrettich für 9,90 €. Die Tomatensuppe präsentierte sich fruchtig und klar im Geschmack, spürbar aus frischen Tomaten zubereitet und handwerklich sauber umgesetzt. Eine feine Basilikumnote hätte das Aromen-Spiel noch abrunden können, minderte den insgesamt stimmigen Eindruck jedoch nicht. Der Rucola-Salat mit Roter Bete überzeugte durch eine ausgewogene, süßlich-saure Marinade, die dem Gericht Frische und Leichtigkeit verlieh. Der Meerrettich blieb dezent im Hintergrund und setzte einen feinen Akzent, ohne zu dominieren. Der Salat eignet sich als leichter Starter, der Lust auf mehr macht, oder als Begleitung zu einem Glas Wein in den warmen Sommermonaten. Zum Hauptgang Für den Hauptgang entschieden wir uns bewusst für zwei vollkommen unterschiedliche Gerichte. Zum einen auf ein Kalbsschnitzel mit Bratkartoffeln, Rahmsoße und Salatbouquet für 23,50 €, zum anderen auf die rumänischen Sarmale mit Sauerkrautblättern und Polenta für 18,90 €. Das Kalbsschnitzel mit gut gerösteten Kartoffelchips präsentierte sich klassisch und handwerklich solide. Das Fleisch war zart, die Panade fluffig und gleichmäßig ausgebacken. Die Rahmsoße blieb zurückhaltend und ergänzte das Schnitzel, ohne es zu überdecken. Insgesamt ein bodenständiges Gericht, das auf Verlässlichkeit setzt und genau das liefert, was man erwartet. Die Sarmale stellten dazu einen deutlichen Kontrast dar und zeigten die rumänischen Wurzeln der Küche. Die milde Säure der
6 Wonnegauer Magazin Krautblätter bildete zusammen mit den aromatisch gewürzten Hackfleischröllchen, der milden Polenta und dem SauerrahmTopping ein stimmiges Gericht. Als Weinbegleitung wählten wir einen Portugieser Rosé halbtrocken für 4,90 € sowie einen Weißburgunder halbtrocken für 5,50 € (je 0,2 Liter) vom Weingut Schneickert aus Worms-Leiselheim. Beide Weine passten gut zu den Gerichten und rundeten den Hauptgang gelungen ab. Zum Dessert Zum Abschluss entschieden wir uns für den gebratenen Topfenknödel mit Schmand und Sauerkirsch-Konfitüre für 12 €, der sich als echtes Highlight des Abends erwies. Die rumänische Variante überraschte bereits optisch und kam als große Kugel mit „Deckel“ auf den Teller. Die goldbraun ausgebackene Hülle war knusprig, im Inneren blieb der Knödel fluffig und locker. Begleitet wird er von Sauerrahm und fruchtiger Konfitüre aus Sauerkirschen – eine stimmige Kombination. Durch die Größe der Portion ist sie nichts für den schnellen Abschluss und sollte bereits vor dem Menü eingeplant werden. Schlicht so gut, um auch nur einen Rest davon übrig zu lassen. Fazit Das LA ANDREEA präsentiert sich als Restaurant mit abwechslungsreicher, bodenständiger Küche, die deutsche Klassiker ebenso berücksichtigt wie rumänische Spezialitäten. Hinweis: Die Bewertung der Speisen und Getränke, durch unsere Testesser sind deren eigene Einschätzungen und Geschmacksempfindungen. Wir empfehlen, sich bei einem Besuch Ihr eigenes Bild zu verschaffen. Die genannten Preise und Speisen waren zum Zeitpunkt des Tests aktuell (Änderungen sind jederzeit möglich). Küche Getränke Angebotsvielfalt Service Ambiente Preis/Leistungs-Verhältnis Gesamt BEWERTUNG Die Ausrichtung ist klar verständlich und zugänglich – ohne Experimente. Positiv ist zudem, dass das Haus auch mittags geöffnet hat. Gerade bei schönem Wetter dürfte die Terrasse zusätzlichen Reiz bieten. Perspektivisch soll mittags ein erschwingliches Zwei-Gang-Mittagsmenü das Angebot ergänzen, ein Ansatz, der das Restaurant auch für die werktägliche Einkehr interessant macht. Insgesamt versteht sich das LA ANDREEA als Adresse, deren Küche viele Geschmäcker erreichen kann. Kein Nischenkonzept, sondern ein gastronomisches Angebot, das auf Breite und Verlässlichkeit setzt – und damit das Potenzial hat, sich in Herrnsheim zu etablieren. Text: Daniela Ringe Emmrich-Joseph-Straße 11–13 67550 Worms Telefon 06241 4829972 E-Mail: info@laandreea.de Mobil 0179 2606998 https://laandreea.de Öffnungszeiten: Frühstück: Fr. bis So.: 9:00–11:00 Uhr Mittagessen: Di. bis So.: 12:00–15:00 Uhr Abendessen: Di. bis So.: 17:00–22:00 Uhr Die Küche schließt um 21:00 Uhr Tischreservierung RESTAURANT
*4.495 € statt 4.995 €. Angebot gültig für das Modell Daydreamer Arctic medi bis 15.04.2026. Schnell lieferbar. Entspannen. Einfach wählen, schnell geliefert, besonders vorteilhaft. Jetzt 500 € Rabatt auf den Daydreamer Arctic*
8 Wonnegauer Magazin Zu verkaufen! Einfamilienhaus mit Halle und Werkstatt in Bechtheim zu verkaufen! Grundstück: ca. 600 m2 Preis auf Anfrage. Weitere Informationen unter 0163 5634097 oder 0177 5634097 La dolce vita in Rheinhessen Bahnhofstraße 1 · 67574 Osthofen · Telefon 06242 9903587 info@amalfi-osthofen.de · www.amalfi-osthofen.de Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag Mittagstisch von 12:00–14:00 Uhr Dienstag bis Sonntag 17:30–22:00 Uhr (Küche) · Montag Ruhetag Lassen Sie sich von unseren kulinarischen Köstlichkeiten den Tag versüßen oder wählen Sie etwas pikant-deftiges aus der Schatzkiste Italiens. Bei schönem Wetter haben wir die Sonnenterrasse wieder für Sie geöffnet.
Wonnegauer Magazin 9
10 Wonnegauer Magazin Weingut Kratz – Schönauer Hof Ein Familienlebenswerk mit Herzblut, Legende und klaren Zukunftsvisionen Der Schönauer Hof blickt auf eine lange Vergangenheit zurück. Bereits im Mittelalter war er im Besitz des Klosters Schönau bei Heidelberg. Seit der Gründung im Jahr 1989 steht das Weingut Kratz für Tradition, Leidenschaft und charaktervolle Weine. Was einst mit unternehmerischem Mut und viel persönlichem Einsatz begann, hat sich über die Jahre hinweg zu einem etablierten Familienbetrieb mit klarer Handschrift entwickelt. Mit einer Anbaufläche von ca. 12 Hektar schufen die Eheleute Dieter und Birgit Kratz Schritt für Schritt ein Fundament, das dem Anspruch, qualitativ hochwertige und authentische Spitzenweine zu erzeugen, gerecht wurde. Das Weingut setzt auf eine naturnahe Weinproduktion, pflegt vielfältige Rebsorten, einschließlich experimenteller Exoten, und produziert mit modernen Methoden Spitzenweine. Die Lage „Leckzapfen“ zählt zu den besten des Weinguts. Die aus dieser Anbaufläche erzeugten Weine zeichnen sich schon seit dem Mittelalter dank der mineralreichen Böden und des einzigartigen Mikroklimas von Osthofen durch ihre charakteristischen Geschmacksnuancen aus. Sie zu probieren, ist definitiv einen Versuch wert. Winzer des Monats I Osthofen Bilder: © Weingut Kratz
Wonnegauer Magazin 11 Neben Riesling, Weiß- und Grauburgunder oder Spätburgunder stehen auch Rebsorten wie Albalonga, Kanzler oder Gelber Muskateller auf der Liste. Diese Breite ist typisch für Rheinhessen – und wird im Weingut Kratz bewusst gepflegt. Die Weine zeigen sich klar und fruchtbetont, zugänglich, aber mit Struktur. Auch edelsüße Spezialitäten wie Beerenauslesen oder Eiswein bereichern das vielseitige Sortiment und zeigen, welches Potenzial in den Lagen steckt. Der „Leckzapfen“ selbst wurde 1891 erbaut und vor einigen Jahren aufwendig restauriert. Von seinem Balkon aus reicht der Blick über Osthofen bis in die Rheinebene. Hier finden Weinproben, Ausschanktage und Feste statt. Wenn die Sonne langsam hinter den Hügeln verschwindet und die Gläser im Abendlicht schimmern, wird spürbar, wie eng Landschaft und Wein zusammengehören. Wer die Symbiose verstehen will, sollte oben am „Leckzapfen“ ein Glas Wein vom Weingut Kratz genießen. Inzwischen steht die nächste Generation bereit. Tochter Johanna wird die Verantwortung im Betrieb übernehmen und das Weingut mit fachlicher Ausbildung, einem Studium in Weinbau und Önologie, neuen Impulsen und einer klaren Perspektive in die Zukunft, weiterführen. So bleibt das Weingut Kratz das, was es immer war: Ein Familienbetrieb mit Tradition, Qualitätsanspruch und klarer regionaler Verankerung. y Text: Daniela Ringe
12 Wonnegauer Magazin 2024er Osthofener Weißburgunder, trocken Dieser trockene Weißburgunder überzeugt mit einer perfekten Balance aus fruchtigen Aromen und eleganter Frische. Saftige Noten von grünem Apfel, Birne und einem Hauch von Zitrusfrüchten verleihen ihm eine lebendige Leichtigkeit. Ideal für all jene, die einen trockenen, aber dennoch fruchtig erfrischenden Weißwein suchen. Perfekt zu Fischgerichten, leichten Salaten oder einfach als genussvoller Apéro. 2024er Osthofener Chardonnay, trocken Ein eleganter Chardonnay, der mit seiner frischen Frucht und harmonischen Struktur überzeugt. Aromen von reifen Äpfeln und zarten Zitrusnoten verbinden sich zu einem vollmundigen Geschmack, der durch eine feine Säure perfekt abgerundet wird. Ein trockener Weißwein, der sowohl zu leichten Gerichten wie Fisch oder Geflügel passt, als auch solo ein Genuss ist. Ideal für stilvolle Momente oder entspannte Abende. 2024er Osthofener Riesling, feinherb Dieser feinherbe Riesling überzeugt mit seiner harmonischen Balance aus fruchtiger Süße und milder Frische. Aromen von saftigen Äpfeln, Pfirsichen und einem Hauch von Zitrusfrüchten machen ihn zu einem besonders süffigen Genuss. Leicht, aber dennoch mit ausreichend Charakter, bietet er sich perfekt für gesellige Runden oder als Begleiter zu leichten Gerichten an. Ein idealer Wein für alle, die fruchtige, milde und leicht zugängliche Weine lieben. 2024er Osthofener Blanc de Noir, feinherb Elegant, fruchtig & mit feinem Schmelz (0,75 l). Dieser Blanc de Noir aus Spätburgunder begeistert mit seiner frischen, fruchtigen Aromatik, die an reife Erdbeeren und zarte Zitrusnoten erinnert. Am Gaumen zeigt er sich elegant und ausgewogen, mit einer angenehmen Frische und einem besonders feinen Schmelz im Abgang. Der perfekte Wein für alle, die einen lebendigen und zugleich harmonischen Genuss suchen. Ideal als Aperitif, zu Geflügel oder zu leichten Sommergerichten – ein erfrischender Genuss mit einem eleganten Finish. 2025er Osthofener Cabernet x Merlot Rosé, feinherb Der perfekte Sommerwein! Ein herrlich fruchtiger Rosé, gekeltert aus den edlen Rebsorten Cabernet Sauvignon und Merlot. Er begeistert mit Aromen von saftigen Erdbeeren, Himbeeren und einem Hauch exotischer Frucht. Frisch, lebendig und wunderbar ausgewogen – der ideale Begleiter für laue Sommerabende, Grillpartys oder einfach zum Genießen auf der Terrasse. 2021er Cuvée Leckzapfen, halbtrocken Diese halbtrockene Cuvée überzeugt mit einer perfekten Balance aus fruchtigen Aromen und einer milden Süße, die den Wein wunderbar harmonisch macht. Er zeigt sich rund und zugänglich, mit einer sanften Textur und einem langen, angenehmen Abgang. Ein vollmundiger, aber nicht schwerer Rotwein, der sich ideal zu einer Vielzahl von Gerichten wie gegrilltem Fleisch, Pasta oder mildem Käse genießen lässt. Ein fruchtiger und ausgewogener Begleiter für viele Gelegenheiten. WEINPAKET Gemeinsam mit dem Weingut haben wir auch dieses Mal ein exklusives Paket aus sechs Weinen zusammengestellt. Das Paket kann im Weingut direkt unter Telefon 06242 6543 oder im Onlineshop unter www.weingut-kratz.de bestellt werden. Preis bei Abholung im Weingut: 41 Euro Weingut Kratz – Schönauer Hof Ludwig-Schwamb-Straße 36 67574 Osthofen Telefon 06242 6543 kontakt@weingut-kratz.de weingut-kratz.de Zur Bestellung wm Weinpaket 41,– € zzgl. 8,00 € Versandkosten
Wonnegauer Magazin 13 Heiß auf den Winter? Wir machen es gemütlich – mit Klimaanlagen von Elektrotechnik Kohl Effizient heizen dank Klimaanlage! 1 kWh Strom = 4,6 kWh Wärme 06249 670710 Jetzt Termin sichern! rheinhessenklima.team @elektrotechnikkohl Bild: © 101dalmatians/iStock Außerhalb 7 · 67577 Alsheim · Telefon 06249 5702 · info@ZumAltenKelterhaus.de · www.ZumAltenKelterhaus.de LIVEMUSIK an allen Sonn- und Feiertagen Eintritt frei Zum alten Kelterhaus 01.03.2026 GOOD old BOYS … „Boys are Back“ Ab in den Frühling … 07.03.2026 MUNDARFESTIVAL 2026 Maritta Reinhardt und Jens Teschner Emool ebbes onneres Gedichte, Geschichte unn Mussig uff rheihessich. 08.03.2026 JEN & JOE Jenny TD & Helmut Joseph Holl präsentieren sich an diesem Abend als DUO … Lieder die das Herz berühren 14.03.2026 KAI KARLE BAND Abwechslungsreicher pulsierender Deutscher Rock mit Einflüssen aus Pop, Jazz und Ska 15.03.2026 PULSO Pure spanische Gitarrenmusik, leidenschaftlich und kunstvoll dargeboten. 20.03.2026 ANNA-LOG Mitreißend, energiegeladen und voller Überraschungen ANNA-LOG live erleben! 21.03.2026 PEARLWHITE CURSE Das Repertoire reicht von Rockklassikern der 60er und 70er Jahre – bis hin zu bekannten Songs aus den 90ern und 2000ern. 22.03.2026 Ronny J.B. Ronny J.B. kommt aus Ludwigshöhe und spielt mit Gitarre und Mundharmonika Live Songs von Simon and Garfunkel, Johnny Cash u.v.m 04.04.2026 THE FIREBRIGADE Back to the 80’s. Weltbekannte Hits der 80er Jahre als auch weniger bekannte Songperlen aus den späten 70er Jahren 05.04.2026 TRISH & MO(RE) Wundervolle Fundstücke aus der Singer-Songwriter-Aera von Künstlern wie Janis Joplin, Jim Croce, Emmylou Harris, Melanie, Bob Dylan, Eagles, Jonny Cash … viel zu schön um vergessen zu werden! Weitere Events n MANUELA GROEBE Dipl. Betriebswirtin (FH) Systemischer Coach für Perspektiventwicklung nach BML Mentorin coaching@manuela-groebe.de Tel.: 0172 5927259 Termine nach Vereinbarung AKTION: Kostenlose Schnupperstunde ATEMGYMNASTIK in Westhofen Anmeldung unter: coaching@manuela-groebe.de Weitere Informationen: www.manuela-groebe.de Kennst du das? Die Gedanken kreisen bis spät in die Nacht, der Schlaf ist unruhig, und am Morgen fühlst du dich erschöpft. Im Alltag bist du schnell gereizt, Veränderungen machen dir Sorgen – und du sehnst dich danach, einfach mal wieder durchzuatmen. Coaching schenkt dir diesen Raum. Du findest heraus, was dir guttut, entdeckst neue Perspektiven und spürst, wie Gelassenheit zurückkehrt. Einzelcoaching für Deine berufliche und private Entwicklung. Zeit bei Dir selbst anzukommen. Klarheit finden. Kraft schöpfen. Veränderung gestalten. Privat und beruflich.
14 Wonnegauer Magazin Eventkalender VG Eich 01.03.2026 I 18:00−20:00 Uhr Hammer Serenade – Wie kam der Wein an den Rhein Ev. Kirche Hamm am Rhein Vorverkauf: Buchhandlung Lanz in Osthofen kartenreservierungen@gmx.de. 21.03.2026 I 10:00−16:30 Uhr Hohlwegewanderung zum Frühlingsanfang Kontakt: Stefan Grimm, Telefon 0170 4549447 stefan.grimm@herberge- rheinhessen.de VG Monsheim 27.02.2026 I 20:00 Uhr Bittersüß Musikcomedy „Liebe, Leidenschaft und andere Katastrophen“ Foyer Rheinhessenhalle Monsheim 67590 Monsheim Gerd-Heinz-Schilling-Straße 1 rheinhessenhalle@ vg-monsheim.de www.rheinhessenhalle.com 4.03.2026 I 14:00 Uhr Kulturhistorischer Rundgang Wachenheim Treffpunkt Parkplatz Bürgerhaus: Harxheimer Straße 10 67591 Wachenheim Kontakt Heidi Zies Telefon 0174 4258370 heidizies@web.de 7.03.2026 I 15:00h−17:00 Uhr Ladies First! Zum Weltfrauentag – Themenweinprobe am Samstag Weingut Schales 67592 Flörsheim-Dalsheim Alzeyer Straße 160 Telefon 06243 7003 weingut@schales.de www.schales.de 24.04.2026 I 19:00 Uhr 25 Jahre BOUNCE Rheinhessenhalle Monsheim 67590 Monsheim Gerd-Heinz-Schilling-Straße 1 rheinhessenhalle@ vg-monsheim.de rheinhessenhalle.com VG Wonnegau 07.03.2026 I 13:00 Uhr REBSCHNITT – Winzers Life Treffpunkt: Weinhaus Weißbach Am Michelsberg 18 67582 Mettenheim STRAUCH Sektmanufaktur Telefon 06242 913000 info@strauch-sektmanufaktur.de 15.03.2026 I 19:00 Uhr Stephan Bauer bekannt vom HR mit neuem Programm Mainzer Straße 8−10 67593 Westhofen Telefon 06244 9198660 gutleben@am-morstein.de 29.03.2026 I 10:00 Uhr Ostereierschießen Monzernheim Turn- und Sportverein 55234 Monzernheim Telefon 06244 4691 04.04.2026 I ab 14:00 Uhr Jubiläumsfeuer und Tauziehwettbewerb Mühlheim Freiwillige Feuerwehr Osthofen briefkasten@feuerwehr-osthofen.de 18.04.2026 I 14 :00 Uhr STRAUCHS Sektwalk Lorchsmühlweg 22 67574 Osthofen Telefon 06242 913000 info@strauch-sektmanufaktur.de strauchsektmanufaktur.de 26.04.2026 I 13:00−18:00 Uhr Ostoviusmarkt Platz an der kleinen Kirche Gewerbe- und Verkehrsverein e. V. 67574 Osthofen Telefon 06242 915203 info@gewerbeverein-osthofen.de VG Rhein Selz 27.02.2026 I 20:00 Uhr Lasarah Sattler Herzenssachen – Deutsche Chansons im Museumskeller Guntersblum www.kulturverein-guntersblum.de 27. März 2026 I 20:00 Uhr Peter Autschbach Fingerstyle, Latin und Groove im Museumskeller Guntersblum www.kulturverein-guntersblum.de Stadt Worms 06.03.2026 I 20.03.2026 I 04.04.2026 I 11:30−13:00 Uhr Jüdisches Viertel & Synagoge Worms Historischer Rundgang Synagogenplatz 2 67547 Worms mibeti@outlook.de 21.03.2026 I 09:00−15:00 Uhr Wormser Marktwinzer – Weingut Vinotom schenkt aus Zehnjähriges Bestehen zwischen Dreifaltigkeitskirche und Dom Marktplatz/Zentrum 26.03.2026 I 17:00 Uhr Pink Floyd’s The Wall Das Wormser – Theater Rathenaustraße 11 67547 Worms 11.04.2026 I 09:30−15:00 Uhr 12.04.2026 I 13:00−18:00 Uhr Worms blüht auf Wormser Innenstadt 67547 Worms Zentrum Foto: Klaus Manns SA . . / . UHR dIRE sTRATS Die meistgebuchte Dire-Straits-TributeBand Europas live! DI . . / . UHR LA BOHÈME Oper von Giacomo Puccini INFOS UND KARTEN TELEFON WWW.DAS WORMSER.DE RZ01 DW.2505 Anzeige Veranstaltungen — Wonnegauer Magazin 88x128.indd 1 20.01.26 06:27 Grafik-/Webdesign Bauer Grafikdesign · Webdesign · Printdesign • Professionelle Gestaltung und Umsetzung Ihrer Werbemittel: von A wie Anzeige, bis Z wie Zeitschrift • Design und Aufbau neuer Websites oder Website-Relaunch 01522 1996881 grafik-bauer.de Frisch, spritzig, kreativ. Alles aus einer Hand – seit über 33 Jahren.
* Teilnahmebedingungen müssen erfüllt werden und sind hier in Ihrer Bank erhältlich. Verantwortlich für die Aktion „Startkapital“ ist Union Investment Service Bank AG. Bitte lesen Sie die Verkaufsprospekte und die Basisinformationsblätter der Fonds, bevor Sie eine endgültige Anlageentscheidung treffen. Darin finden Sie ausführliche produktspezifische Informationen, insbesondere zu den Anlagezielen, den Anlagegrundsätzen, zu Chancen und Risiken sowie Erläuterungen zum Risikoprofil der Fonds. Diese Dokumente sowie die Anlagebedingungen und die Jahres- und Halbjahresberichte bilden die allein verbindliche Grundlage für den Kauf der Fonds. Sie sind kostenlos in deutscher Sprache Sprache bei deiner Volksbank Alzey-Worms eG mit Niederlassung VR-Bank Mainz oder bei Union Investment Service Bank AG oder auf www.union-investment.de/downloads. Eine Zusammenfassung Ihrer Anlegerrechte in deutscher Sprache und weitere Informationen zu Instrumenten der kollektiven Rechtsdurchsetzung erhalten Sie auf https://www.union-investment.de/beschwerde. Union Investment Privatfonds GmbH kann jederzeit beschließen, Vorkehrungen, die sie gegebenenfalls für den Vertrieb von Anteilen eines Fonds und/oder Anteilklassen eines Fonds in einem anderen Mitgliedstaat als ihrem Herkunftsmitgliedstaat getroffen hat, wieder aufzuheben. Stand: 1. Dezember 2025 Startkapital in Fondsanteilen!* Limitiert auf die ersten 50.000 Abschlüsse des JuniorDepots im UnionDepot!* 120,– € In Ihrer Volksbank Alzey-Worms Bild mit KI erstellt
16 Wonnegauer Magazin Zwischen Wachstum, Lebensqualität und Verantwortung Was Osthofen bewegt – und welche konkreten Vorhaben geplant sind wm im Gespräch mit Thomas Goller, Stadtbürgermeister in Osthofen wm: Herr Goller, welches Thema bestimmt derzeit Ihren Arbeitsalltag als Bürgermeister am stärksten? Da gibt es viele kleine, aber auch besonders große Themen. Besonders intensiv haben wir uns in den vergangenen Monaten mit der künftigen Nutzung der Seebachschule und der Kita Rappelkiste beschäftigt. Der Stadtrat möchte, dass die Montessori-Schule einziehen soll. Ich hoffe, dass auch die Verbandsgemeinde mit an einem Strang zieht, um diese Bereicherung der Bildungslandschaft in der Region zu ermöglichen. Außerdem soll das Schulgebäude, wie bisher, für Vereine nutzbar sein und darüber hinaus dem Wonnegauer Blasorchester eine neue Heimat bieten. wm: Was ist aktuell die größte Herausforderung für Osthofen? Es gibt nicht die eine größte Herausforderung für Osthofen, sondern es sind viele: Der Grundschul- und Sporthallenneu- wm nachgefragt I Osthofen
Wonnegauer Magazin 17 bau durch die Verbandsgemeinde ist ein Kraftakt für die VGVerwaltung. Die Notwendigkeit, das marode Jugendhaus an den Festplatz zu verlagern und gleichzeitig den Neubau der Kita-Rappelkiste finanziell zu stemmen, ist eine Riesenherausforderung für die Stadt. Gleichzeitig müssen laufende große Projekte wie die Ladestraße oder der Fahrradweg nach Worms Nord zum Abschluss gebracht – und weiterhin an der Entwicklung eines neuen Gewerbegebietes gearbeitet werden. wm: Welche Projekte oder Entscheidungen aus den letzten Monaten werden Osthofen spürbar verändern? Gefordert hat mich die Bewerbung für das Förderprogramm Innenstadtimpulse, bei dem die Stadt Osthofen nun mit über 308.000 € eine ganze Reihe von Verbesserungen der Lebensqualität in der Innenstadt vornehmen kann. Mithilfe der Städtebauförderung und des Förderprogramms „Innenstadtimpulse“ können jetzt wichtige Bereiche wie die Altbachanlage und der Stadtpark nachhaltig aufgewertet werden. Wenn alles gut geht, haben wir im Stadtpark bald einen Wasserspielplatz, einen Calisthenics-Parcours, Senioren-Bewegungsgeräte, einen öffentlichen Bücherschrank, ein grünes Klassenzimmer und Entspannungszonen. In der Innenstadt werden Stromkästen in ca. 20 Kunstwerke verwandelt werden und die touristisch und kulturell interessanten Besonderheiten werden auf zahlreichen Infotafeln erfahrbar sein. wm: Gibt es Entwicklungen, die bislang vielleicht unterschätzt werden? Eine oft unterschätzte Entwicklung ist die Tatsache, dass Osthofen keine langsam gewachsene Gemeinschaft ist, sondern seit Bilder: © Mirco Metzler/DIE KNIPSER Medienagentur Jahrzehnten starken Zuzug erfährt. Gerade deshalb ist es neben allen städtebaulichen Aspekten wichtig, positive Identifikationsangebote für die Bevölkerung zu schaffen, damit das WIR stärker in den Mittelpunkt gerückt wird und die Stadtgemeinschaft enger zusammen- und nicht auseinanderrückt. Das fängt beim Erhalt des Alten Rathauses als Sitz der Stadtverwaltung an und geht bis zur Entwicklung von neuen Plätzen im Stadtzentrum, dem neuen Skatepark, dem gemeinsamen Feiern der Weinmeile bis zum Erhalt des historischen Wiegehäuschens. wm: Welche Vorhaben stehen 2026 ganz oben auf Ihrer Agenda? Insbesondere die Bereiche Bauen, Infrastruktur und Stadtentwicklung. Die Ladestraße, wo einst zahlreiche Güter auf die Schiene verladen wurden, wird in diesem Jahr nicht nur als große P & Ride-Anlage den ÖPNV stärken, sondern dient auch als Nord-Süd-Verbindungsachse, die das Stadtzentrum mit den Bildungs- und Sportstätten am Festplatz und am Sommerried verbindet. wm: Das Thema Wohnen bewegt viele Menschen. Wie entwickelt sich Osthofen in puncto Wohnen? Osthofen folgt als Grundzentrum der Prämisse „Innen- vor Außenentwicklung“. So wird gerade die Industriebrache des Schill-Geländes mit dem gut 60 Meter hohen Malzturm zu einem neuen urbanen Zentrum inmitten der Stadt entwickelt, um barrierefreies Wohnen zur Stärkung der Geschäftswelt im Zentrum zu ermöglichen. Bezahlbares Wohnen bleibt die große Herausforderung, die vorwiegend durch den in Worms ansässigen Kreisbauverein und private Investoren angegangen wird. Zum Schluss ein persönlicher Blick wm: Herr Goller, Hand aufs Herz. Wie würden Sie Osthofen einem Gast spontan beschreiben? Ich würde Osthofen als eine lebens- und liebenswerte Kleinstadt beschreiben, die jedem Gast viel zu bieten hat: hervorragende Weine unserer Winzer, eine vielfältige Gastronomie, abwechslungsreiche Gästeführungen, schöne Erlebnisse, die man über die Tourismus-Information buchen kann, großartige Veranstaltungen wie die Osthofener Weinmeile oder Musik im Park u. v. m. Ich wollte nirgendswo anders wohnen. wm: Vielen Dank für das Interview. Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg und ein gutes Gelingen beim Umsetzen Ihrer Ziele. y Text: Redaktion Wonnegauer Magazin
18 Wonnegauer Magazin Ramon Chormann: „Es werd als besser!“ Ramon Chormann, geboren in Worms, zu Hause auf der Bühne und im Herzen ganz klar Pfälzer, ist Kabarettist, Sänger und Theaterchef aus Leidenschaft. Mit spitzer Zunge und feinem Gespür für den Alltagswahnsinn bringt er seit Jahren das Publikum zum Lachen und Nachdenken. Sein Markenzeichen: ein treffsicherer Mix aus pfälzischer Mundart, messerscharfer Beobachtung und trockenem Humor. Seit 2017 betreibt er sein eigenes Theater in Kirchheimbolanden. Das Ramon-Chormann-Theater ist eine feste Größe in der pfälzischrheinhessischen Kulturszene und ein echtes Zuhause für scharfzüngige Unterhaltung mit Haltung. Herausgeberin des wmʼs, Daniela Ringe, im Gespräch mit Ramon Chormann über sein neues Bühnenprogramm, Humor, Inspiration und den ganz normalen Wahnsinn, den wir Alltag nennen. Daniela Ringe: Herr Chormann, Ihr aktuelles Programm heißt „Es werd als besser!“ – klingt wie eine Mischung aus Hoffnung, Drohung und trockenem Realismus. Was dürfen wir vom aktuellen Bühnenprogramm 2026 erwarten? Was wird denn tatsächlich besser – und was bleibt leider nur ein satirisches Versprechen? Ramon Chormann: Tatsächlich gibt es Dinge, die „als besser“ werden, aber wir sind einerseits etwas undankbar geworden für das, was gut läuft, und die Nachrichten lenken unsere Aufmerksamkeit auf Kriege, Krisen, Katastrophen. Das Programm bedient beide Varianten von „es werd als besser“, das, was wirklich besser wird, und das, was im ironischen Sinne „als besser“ wird, nämlich eigentlich „immer schlimmer!“ (als Beispiel: Vertrauen in die große Politik). Daniela Ringe: Was sollten unsere Leserinnen und Leser im Wonnegau unbedingt wissen? Gibt es Höhepunkte, Überraschungen oder geheime Lieblingsstellen im neuen Programm, die Sie schon mal – ganz exklusiv – ausplaudern möchten? Ramon Chormann: Solch ein Programm zusammenzustellen, dauert ca. sechs Monate, weshalb ich schon nur Themen aufnehme, die ich mag und drin haben will. Das geht dann von Nudelsalat, über verschiedene Typen von Urlaubern, über die neue Regierung, über die Handysucht und die German Angst bis zu „es Zuchtheislers Annemarie“. Die Leute sollen einfach mehr lachen, und zum Glück kann ich viele dazu bringen. Aus der Region Daniela Ringe: Wie erleben Sie die Menschen „von der Bühne aus“ gerade? Gibt es neue Trends im Lachen, welche Zielgruppe an Menschen sprechen Sie am meisten an und hat sich Ihrer Meinung nach, der Humor unserer Gesellschaft über die Zeit verändert? Ramon Chormann: Humor ist und bleibt Geschmacksache, und da kann man weder etwas erzwingen, noch den Geschmack des Zuschauers verändern. Insofern spreche ich am meisten die Menschen an, die meinen Humor mögen, und zum Glück findet gerade seit der Zeit nach Corona eine kleine Verjüngung des Publikums statt, vielleicht werde ich aber auch immer älter und die anderen kommen mir nur jünger vor … Der Humor in der Gesellschaft hat sich schon verändert, weil alles noch kürzer, noch zusammengefasster und noch mehr Schlag auf Schlag gehen soll, wie in den Social-Media-Kanälen. Mit meinen 2-Stunden-Programmen, die eine gewisse und lange Aufmerksamkeit verlangen, komme ich mir da schon vor wie ein Humor-Dinosaurier. Daniela Ringe: Gibt es im neuen Programm auch ein bisschen Selbstironie – oder anders gefragt: Wann haben Sie Es werd als besser! RC-Theater Kirchheimbolanden Fr. 20.03.2026 Sa. 21.03.2026 Sa. 28.03.2026 Sa. 18.04.2026 Fr. 24.04.2026 Sa. 09.05.2026 Fr. 15.05.2026 Sa. 16.05.2026 Fr. 22.05.2026 RC-Theater Mainz Do. 19.03.2026 Do. 26.03.2026 Do. 16.04.2026 Do. 23.04.2026 Do. 30.04.2026 Do. 07.05.2026 Do. 14.05.2026 Do. 21.05.2026 Do. 28.05.2026 Tickets und Infos unter www.chormann.de Bild: © alexjung
Wonnegauer Magazin 19 das letzte Mal über sich selbst gelacht – auf der Bühne oder im echten Leben? Ramon Chormann: Ich höre über mich eher solche Sätze wie „Der schaut immer so grimmig oder ernst“, oder „Der regt sich ja über alles auf“, aber tatsächlich reichen täglich zehn Anlässe nicht, bei denen ich mich über meine eigene Blödheit oder meine Missgeschicke kaputtlache. Solche Lieder wie „Du bisch doch so bleed, dass es fast schon nimmi geht …“ kommen ja nicht irgendwoher. Daniela Ringe: In Ihrer DVD „Lauter Experte!“ nehmen Sie sich die „Allwissenden“ dieser Welt vor – von GoogleÄrzten bis Hobby-Virologen. Haben Sie das Gefühl, wir leben in einer Zeit, in der jeder alles weiß – aber keiner mehr zuhört? Ramon Chormann: Ich habe das Gefühl, dass wir einen Grad an Oberflächlichkeit erreicht haben, bei dem junge Menschen den Eindruck bekommen müssen, dass man anstatt eine Berufsausbildung anzugehen auch ein YouTube-Tutorial anschauen kann oder man Klavierspielen nach einem 14-Tage-Kurs auch relativ gut hinbekommt. Jeder meint, weil das Handy fünf Kameras hat, er wäre Fotograf, und jeder meint, er wäre Journalist oder Kommentator, wenn er oder sie einen Post absetzt. Viele streben mehr Freizeit an, machen dann aber nur Unsinn oder daddeln herum. Und gleichzeitig sehe ich, dass Leute, die eine gewisse Qualität abliefern und ihr Handwerk verstehen, einfach immer weitermachen und eine tiefe innere Zufriedenheit verspüren, weil sie sich mit ihrer Arbeit identifizieren. Daran halte ich mich fest. y Text: Daniela Ringe
20 Wonnegauer Magazin SAPV Rheinhessen/Pfalz Spezialisierte ambulante Palliativversorgung mit Haltung, Kompetenz und Verantwortung Wenn eine Erkrankung nicht mehr heilbar ist und das Leben spürbar begrenzter wird, verändert sich auch der Blick auf die medizinische Versorgung. Dann geht es nicht mehr um Therapie um jeden Preis, sondern um Linderung, Begleitung und Lebensqualität. Genau hier setzt die SAPV Rheinhessen/Pfalz an – als spezialisierte ambulante Palliativversorgung für schwerstkranke Menschen und ihre Angehörigen in Stadt und Land. Die SAPV Rheinhessen/Pfalz begleitet Menschen mit schweren, weit fortschreitenden und lebensbegrenzenden Erkrankungen, bei denen eine heilende Behandlung nicht mehr möglich ist. Ziel ist es, belastende Symptome zu lindern und ein möglichst selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen – bis zuletzt. Dabei stehen nicht nur körperliche Beschwerden im Mittelpunkt, sondern ebenso seelische Belastungen, soziale Fragen und die Situation der Angehörigen. Die spezialisierte ambulante Palliativversorgung Rheinhessen/Pfalz versteht den Menschen in seiner Gesamtheit – und genau diesem Anspruch fühlt sich die SAPV Rheinhessen/Pfalz seit über 15 Jahren verpflichtet. Warum dieses Thema Raum benötigt Gerade weil Themen rund um schwere Erkrankungen, das Sterben und den Abschied im Alltag oft verdrängt werden – oder erst dann sichtbar werden, wenn Menschen selbst oder im nahen Umfeld betroffen sind – sieht Daniela Ringe, Herausgeberin des Wonnegauer Magazins, es als ihre Aufgabe an, diese Thematik für die Leserinnen und Leser aufzugreifen. Ziel ist es, verständlich zu erklären, was spezialisierte ambulante Palliativversorgung bedeutet, wie sie konkret Aus der Region wirkt – und vor allem, an wen sich Menschen in einer solchen Situation wenden können. Der folgende Beitrag zeigt daher nicht nur, warum palliative Versorgung Ausdruck gesellschaftlicher Verantwortung ist, sondern verdeutlicht anschaulich, wie die SAPV Rheinhessen/Pfalz als regionales Hilfswerk aufgebaut ist. Gesetzlich verankert – gesellschaftlich getragen Die spezialisierte ambulante Palliativversorgung ist in Deutschland gesetzlich klar verankert. Mit den Regelungen des Sozialgesetzbuches V, insbesondere § 37b SGB V, hat der Gesetzgeber anerkannt, dass schwerstkranke Menschen Anspruch auf eine spezialisierte ambulante palliativmedizinische Versorgung haben. Die SAPV Rheinhessen/ Pfalz setzt diesen Anspruch konsequent um – fachlich fundiert, menschlich zugewandt und verlässlich. Davon profitieren heute betroffene Menschen im eigenen Zuhause sowie in Pflegeeinrichtungen, Altenheimen und im betreuten Wohnen. Die Teams der SAPV Rheinhessen/Pfalz ergänzen bestehende Pflegeangebote gezielt, stabilisieren komplexe Situationen und sorgen für fachliche Unterstützung – ohne den vertrauten Lebensraum verlassen zu müssen. „Spezialisierte ambulante Palliativ- versorgung bedeutet für uns, Menschen medizinisch kompetent zu versorgen und ihnen zugleich Sicherheit und Würde zu geben – gerade dann, wenn Heilung nicht mehr möglich ist.“ Dr. med. Dr. rer. nat. Oswald Burkhard, Geschäftsführer der SAPV Rheinhessen/Pfalz gGmbH (medizinische Verantwortung) SAPV Rheinhessen/Pfalz – 15 Jahre Aufbauarbeit als Fundament Die heutige Stärke der SAPV Rheinhessen/Pfalz beruht auf einer über viele Jahre gewachsenen Struktur. Der Verein zur
Wonnegauer Magazin 21 Förderung der ambulanten Palliativversorgung Rheinhessen/Pfalz e. V. wurde am 6. Oktober 2009 gegründet und hat über 15 Jahre hinweg die spezialisierte ambulante Palliativversorgung in der Region aufgebaut, organisiert und verantwortet. Unter dem Dach der SAPV Rheinhessen/Pfalz entstand ein belastbares Netzwerk aus palliativmedizinisch, pflegerisch und hospizlich tätigen Partnerinnen und Partnern. Der Verein war über viele Jahre hinweg Träger der konkreten Versorgung und hat damit die Grundlage für die heutige professionelle Struktur gelegt. „Was vor über 15 Jahren mit einer Idee und viel ehrenamtlichem Engagement begann, ist heute eine verlässliche Hilfe für viele Menschen in unserer Region geworden.“ Bärbel Rottammer, 1. Vorsitzende des Vereins zur Förderung der ambulanten Palliativversorgung Rheinhessen/Pfalz e. V. Heute begleitet die SAPV Rheinhessen/Pfalz jährlich die Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörige. Ein besonderes Qualitätsmerkmal: keine Wartelisten – die Aufnahme erfolgt in der Regel innerhalb von 24 Stunden. SAPV Rheinhessen/Pfalz – seit 1. Januar 2026 Versorgung über die gGmbH Um die gewachsene Struktur der SAPV Rheinhessen/Pfalz langfristig zu sichern und weiter zu professionalisieren, wird die konkrete palliativmedizinische Versorgung seit dem 1. Januar 2026 über die SAPV Rheinhessen/Pfalz gGmbH erbracht. Die gGmbH ist damit der versorgende Arm der SAPV Rheinhessen/Pfalz. Die Teams mit Ärzten und Fachkräften sind rund um die Uhr erreichbar und versorgen Menschen dort, wo sie sich am sichersten fühlen: im eigenen Zuhause, im Pflegeheim oder im betreuten Wohnen. Die Geschäftsführung liegt bei Florian Edinger (kaufmännische Verantwortung) und Dr. med. Dr. rer. nat. Oswald Burkhard (medizinische Verantwortung). „Unsere Aufgabe ist es, Strukturen zu schaffen, auf die sich Betroffene und Angehörige verlassen können – schnell, erreichbar und professionell.“ Florian Edinger, Geschäftsführer der SAPV Rheinhessen/Pfalz gGmbH SAPV Rheinhessen/Pfalz – Zentrum Eppelsheim und Blick in die Zukunft Organisatorisches Herz der SAPV Rheinhessen/Pfalz ist Eppelsheim. Hier werden für spezialisierte Ärztinnen und Ärzte sowie spezialisierte Pflegefachkräfte Fort- und Weiterbildungsangebote gebündelt, Einsätze koordiniert und die Qualität der Versorgung kontinuierlich weiterentwickelt. Ergänzt wird dieses Modell durch die gemeinnützige Stiftung für spezialisierte ambulante Palliativversorgung Rheinhessen/Pfalz, welche die langfristige Entwicklung, Qualitätssicherung und gesellschaftliche Verantwortung der SAPV Rheinhessen/Pfalz unterstützt. SAPV Rheinhessen/Pfalz – Zukunft sichern mit der Stiftung Die gemeinnützige Stiftung für spezialisierte ambulante Palliativversorgung Rheinhessen/Pfalz bildet die dritte Säule der SAPV Rheinhessen/Pfalz. Sie fördert ambulante Palliativarbeit, unterstützt Projekte, Aus- und Fortbildung sowie Öffentlichkeitsarbeit und trägt dazu bei, die Versorgung langfristig strukturell und finanziell abzusichern. „Mit dem Zusammenspiel von Verein, gGmbH und Stiftung sichern wir die ambulante Palliativversorgung nicht nur für heute, sondern gestalten sie verantwortungsvoll für die Zukunft.“ Dr. med. Michael Brosinsky, 2. Vorsitzender des Vereins zur Förderung der ambulanten Palliativversorgung Rheinhessen/Pfalz e. V. SAPV Rheinhessen/Pfalz – ein starkes Drei-Säulen-Modell Heute steht die SAPV Rheinhessen/Pfalz für ein starkes DreiSäulen-Modell aus Verein, gGmbH und gemeinnütziger Stiftung – getragen von fachlicher Kompetenz, menschlicher Haltung und regionaler Verantwortung, und zwar dort, wo Menschen in Rheinhessen und der Pfalz zuhause sind. „Gute Palliativversorgung verbindet fachliche Kompetenz mit menschlicher Haltung – und bedeutet für Betroffene und ihre Angehörigen oft eine große Entlastung.“ Dr. jur. Angela Scheugenpflug, Mitglied des Stiftungsvorstands der SAPV Rheinhessen/Pfalz Zum Abschluss – ein Wort der Herausgeberin „Wie froh können wir doch sein, dass Politik und Gesellschaft diese professionelle Begleitung in der letzten Lebensphase mit Würde und Anstand tragen. Besonders beeindruckt hat mich, zu erfahren, wie die SAPV Rheinhessen/Pfalz in Stadt und Land Hand in Hand arbeitet – verlässlich, menschlich und nah an den Menschen.“ Daniela Ringe, Herausgeberin Wonnegauer Magazin Text: SAPV/Daniela Ringe
22 Wonnegauer Magazin Endergebnis: Es gibt ihn doch, den feinen Unterschied! Der Frühling naht ganz langsam und mit ihm die Hoffnung auf Sonne, Wärme und vor allem weniger Krankheitstage. Vielleicht hat Sie in diesem Jahr die Influenza erwischt, vielleicht die fiebrige Bronchitis oder einfach „nur“ eine dicke fette Erkältung. Dazu der Schnee, die Kälte und gleichzeitig die trockene Heizungsluft – ziemliche Herausforderungen für unseren Körper. Wie schön, wenn das Jahr sich nun ganz zaghaft öffnet. Auch Max Werner aus Eich* in Rheinhessen ist hoffnungsvoll. In diesem Jahr hat es ihn ziemlich erwischt. Mehrfach musste er in diesem Jahr das Bett hüten, während seine Frau weiterhin gesund blieb und ihn umsorgte. Zum Glück! Einmal war er so erschöpft, dass selbst das Essen viel zu anstrengend für ihn war. Er fragt sich, warum seine Frau nicht krank geworden ist. Ist es reiner Zufall? Das Spiel der Natur Die Beobachtung ist nicht neu. Und so haben sich diese Frage bereits viele Mediziner und Forschende gestellt. Warum werden Männer von Infektionen häufiger und ggf. heftiger betroffen als Frauen? Welche Strategie verfolgt hierbei unser Körper? Das Spiel beginnt … Anpfiff Zunächst muss festgehalten werden, dass das Immunsystem, also das Abwehrsystem, bei Mann und Frau ziemlich gleich ist. Bestimmte Zellen erkennen, wenn Eindringlinge sich Zutritt zu unserem Körper verschafft haben, und reagieren darauf. Sie machen die Eindringlinge direkt unschädlich oder aber sie beauftragen andere Zellen, die Gegner zu attackieren. Also müssten Frauen wie Männer beim Kontakt mit schädlichen Erregern genauso häufig erkranken wie Männer, oder? Der Spielverlauf scheint ziemlich offen. 1:0 für die Frauen Forscher haben herausgefunden, dass dem nicht ganz so ist. Vielleicht haben Sie schon von Interferon gehört, einem körpereigenen Stoff, der gegen Viren wirkt. Um diesen im Körper zu aktivieren, wird ein körpereigenes Eiweiß benötigt, das von einem Gen produziert wird. Dieses Gen, das die Reaktion zur Produktion von Interferon in Gang bringt, reagiert auf Östrogen, das weibliche Sexualhormon. Und wenn dieses Gen auf Östrogen trifft, dann wird die Kettenreaktion in Gang gesetzt. Wie Dominosteine, die aufgereiht bei Antippen des ersten Steines nacheinander umkippen. Der Auslöser hier ist das Östrogen. Einspruch des Schiedsrichters Stopp, werden Sie sagen, Östrogen ist doch auch im männlichen Körper vorhanden. Das heißt, die Kettenreaktion der Dominosteine müsste doch dort ebenfalls in Gang gesetzt werden. Das ist auch richtig, aber wie immer in unserem Körper bestimmt die Dosis die Wirkung und somit die Reaktion. Müssen oder dürfen wir uns also damit abfinden, dass Frauen im Allgemeinen besser vor Infektionen geschützt sind? Gesundheit Bild: © maxbelchenko/AdobeStock
Wonnegauer Magazin 23 2:0 für Frauen Die Organe des weiblichen Körpers produzieren nicht ihr Leben lang Östrogen in benötigter Menge. Mit Eintritt in die Wechseljahre verringert sich die Produktion, die Funktion der Eierstöcke lässt nach. Die Menge an Östrogen, die für die Kettenreaktion der Dominosteine benötigt wird, ist geringer. Mit der Folge, dass der Infektionsschutz sinkt. Aber Achtung: Die Betonung liegt auf „sinkt“, denn aufgehoben ist er nicht. Frauen haben diesbezüglich immer noch einen Vorteil gegenüber Männern. 3:0 für Frauen Ach, Sie haben Kinder und erleben, dass Ihre Kinder häufiger krank sind? Nun, das ist nicht wirklich verwunderlich, kommen sie doch in Kita und Schule mit vielen Erregern in Berührung. Jedoch kann der Unterschied zwischen Mädchen und Jungen bis zu weiblichen Neugeborenen beobachtet werden. Jungs scheinen anfälliger zu sein als Mädchen. Fairerweise muss ergänzt werden, dass natürlich auch andere Gene eine Rolle spielen und ebenfalls für eine bessere Abwehr sorgen, da diese auf dem X-Chromosom, dem weiblichen Chromosom, liegen. Eigentor für die Männer Hinzu kommt, dass das männliche Sexualhormon (Testosteron) die Funktion bestimmter Immunzellen (Abwehrzellen) hemmt. Torverhältnis dennoch ausgeglichen? In Bezug auf Infektionen sind Frauen von Natur aus besser ausgestattet als Männer. Allerdings kann die Kettenreaktion der Dominosteine auch fehlerhaft verlaufen. Dies zeigt sich in Erkrankungen wie der Multiplen Sklerose, bei der rheumatoiden Arthritis oder auch bei der Schilddrüsenerkrankung Hashimoto. Von diesen Autoimmunerkrankungen sind Frauen häufiger betroffen als Männer. Und nun? Was können Sie tun? Der beste Schutz vor Infektionen ist, sich gesund zu ernähren mit viel Gemüse, Salaten und östrogenhaltigen Lebensmitteln, ausreichend zu schlafen, sich warm anzuziehen, die Schleimhäute in Nase und Mund gut feucht zu halten und vor allem positiv in das kommende Frühjahr hinein zu blicken. Freuen Sie sich auf den ersten ausgedehnten Frühjahrsspaziergang mit viel Sonne und Vitamin D. Seien Sie dankbar, dass der Wonnegau aus seinem Winterschlaf erwacht und mit dem Frühling das Immunsystem in die wohl- verdiente Erholungsphase geht, um für den nächsten Winter gerüstet zu sein. y Text: Susanne Lusiardi * Name der Autorin bekannt Susanne Lusiardi Telefon: 0163 7402926 Heilpraktikerin für Psychotherapie info@mediumdevita.de und seelische Gesundheit www.mediumdevita.de Im Rosengarten · 67595 Bechtheim · Telefon 06242 915717 mail@weingut-machmer.de · weingut-machmer.de WINE OPENING AM 25. UND 26. April 2026 Biowein mit allen Sinnen erleben und genießen. Beginn ab 11:00 Uhr im Weingut Es erwarten Sie zwei Tage voller erstklassiger Bioweine, Livemusik und offener Weinverkostungen. Freuen Sie sich auf regelmäßige Kellerführungen mit Einblicken in unseren Gewölbekeller und vieles mehr. Selbstverständlich bieten wir an unserer Theke eine Auswahl an Getränken und rheinhessischen Kleinigkeiten an. Ergänzt wird das Angebot durch kulinarische Köstlichkeiten von bekanntem Caterer und Foodtrucks. Große Weinpräsentation in unserem Gewölbekeller von 13:00–17:00 Uhr Sichern Sie sich jetzt Ihr Ticket für Samstag oder Sonntag unter www.weingut-machmer.de/weinshop Besonderheiten am Samstag Blaskapelle aus Moosinning von 16:00−18:30 Uhr und Livemusik mit dem Fabian Schreiber Duo von 19:00−24:00 Uhr Besonderheit am Sonntag Blaskapelle aus Moosinning von 12:00 bis 14:00 Uhr Alle Weinfreunde sind hierzu herzlich eingeladen! Gerne dürfen Sie Freunde und Bekannte mitbringen. Wir genießen, egal bei welchem Wetter! Lust auf Wein? Das BioWeingut mit der großen Vielfalt BIO-Wein DE-ÖKO-022 Deutsche Landwirtschaft Foto: © Nils Goetz
www.wonnegauer-magazin.deRkJQdWJsaXNoZXIy MjUzMzQ=