Wonnegauer Magazin Nov. 2025-Jan. 2026

Wonnegauer Magazin 5 lichen Lächeln aufgenommen, Wünsche werden verstanden. All das geschieht mit einer Selbstverständlichkeit, die selten geworden ist. Und genau das macht den Unterschied an einem Abend, an dem man nichts weiter möchte, als ankommen und genießen. Zur Karte Die Speisekarte in der Seestube Bader zeigt auf den ersten Blick, dass hier Qualität über Quantität steht. Neben der festen Hauptkarte gibt es eine wechselnde Tageskarte mit rund acht Gerichten, ideal, um regelmäßig neue Kreationen zu entdecken. Die Hauptkarte selbst ist bewusst überschaubar gehalten und sorgfältig zusammengestellt. Fünf Vorspeisen, zwei Suppen, sechs Fleischgerichte, drei Fischgerichte sowie jeweils zwei vegetarische und zwei vegane Optionen stehen zur Auswahl. Zum Abschluss werden vier köstliche Dessertvariationen angeboten. Hier ist für jeden Geschmack etwas dabei, ohne den Gast zu überfordern. Saisonale Produkte, regionale Bezüge und moderne Kombinationen sorgen für Abwechslung, ohne das Konzept zu überladen. Jedes Gericht wirkt durchdacht, die Auswahl ausgewogen. So, wie man es sich in einem Haus wünscht, das Wert auf Frische und handwerkliche Kochkunst legt. Zur Getränkeauswahl Auch bei der Getränkeauswahl zeigt sich die Seestube Bader von ihrer besten Seite. Die Weinkarte lässt keine Wünsche offen. Vom spritzigen Winzersekt bis zum edlen Champagner findet sich hier für jeden Anlass und Geschmack das passende Getränk. Im offenen Ausschank stehen zehn verschiedene Weißweine, vier Weißherbst- und Rosé- sowie sieben Rotweine zur Wahl. Wer sich lieber für eine Flasche entscheidet, darf sich über ein noch größeres Angebot freuen. Vierzehn Weißweine, ein eleganter Weißburgunder und neun ausgesuchte Spitzen-Rotweine stehen bereit. Eine Auswahl, die mit Liebe und Sachverstand getroffen wurde. Sehr deutlich spürt man die Nähe zur Pfalz. Weinfreunde werden sich hier wie im Paradies fühlen. Zum Auftakt unseres Abends wählten wir einen Martini Bianco für je 4,60 € als Aperitif. Klassisch, elegant und perfekt temperiert serviert. Begleitet wurde das Menü von einer Flasche Mineralwasser Medium für 6,90 €. Zur Vorspeise Noch bevor die Vorspeisen serviert wurden, überraschte uns die Küche mit einem kleinen Gruß des Hauses. Die feine Schweinesülze mit Essig-Senf-Marinade und frischem Baguette war ein interessanter Genuss, gut abgeschmeckt, die Lust auf mehr erzeugte. Zur Vorspeise entschieden wir uns einmal für die Rinderkraftbrühe mit hausgemachten „Maultäschle“ für 8 € sowie den gratinierten Ziegenkäse mit Apfel, Thymian und Salatbukett für 13,80 €. Die Rinderkraftbrühe, garniert mit frischen, bissfesten Julienne und etwas Petersilie, war geschmacklich solide, wenn auch für unseren Gaumen etwas zu dezent gewürzt. Ein Hauch mehr Salz hätte ihr gutgetan. Die drei hausgemachten „Maultäschle“ hingegen überzeugten mit einer harmonischen Füllung aus Kalb- und Rindfleisch, zart im Biss und sichtlich mit handwerklichem Können gefertigt. Der mit Honig karamellisierte Ziegenkäse präsentierte sich als rundum stimmiges Ensemble. Lauwarm, cremig und mit feiner Süße, die perfekt mit den Apfelspalten und dem aromatischen Thymian harmonierte. Ein kulinarisches Dreamteam. Das dazu gereichte Salatbukett war frisch und knackig, hier bildete das leicht säuerlich abgeschmeckte Dressing den idealen Gegenspieler. Zum Hauptgang Wir entschieden uns für zwei Klassiker der Seestube, einmal die Rinderbäckchen mit Kartoffelpüree und Rotkohl für 29,90 € sowie den „Pfälzer Teller“ für 19,50 €. Die Rinderbäckchen erwiesen sich als echtes Highlight des Abends. Das Fleisch war so zart, dass es bereits beim ersten Bissen förmlich auf der Zunge schmolz. Hier wurde mit Zeit, Geduld und niedriger Temperatur gearbeitet. Die Portwein-Jus war angenehm sämig, tief im Aroma und perfekt eingekocht. Eine ideale Begleitung, die das Gericht rund macht, ohne es zu erschlagen. Auch das Kartoffelpüree überzeugte auf ganzer Linie. Cremig, samtig und toll abgeschmeckt. Zusammen mit dem leicht süßlichen Rotkohl, der eine feine winterliche Note verströmte, entstand eine harmonische Kombination, die schmeckt. Ein klassisches Gericht, handwerklich hervorragend umgesetzt. Der Pfälzer Teller präsentierte sich typisch regional und solide. Ein schöner Kontrast zu den eleganten Rinderbäckchen und ein Gruß aus der Pfalz für alle, die es herzhaft mögen. Darauf waren ein Saumagen, ein fluffiger Leberknödel mit geschmorten RotRinderbäckchen mit Kartoffelpüree und Rotkohl „Pfälzer Teller“ Crème brûlée mit Erdbeersorbet Bilder: © Wonnegauer Magazin

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